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buch.insel Avatar

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„Ava liebt noch“ setzt sich sensibel mit Mutterschaft und weiblicher Identität innerhalb patriarchaler Strukturen auseinander.

Die Protagonistin Ava bewegt sich zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, familiärer Abhängigkeit und dem Wunsch nach Selbstbestimmung. Der Roman zeigt eindrücklich, wie Mutterschaft von struktureller Ungleichheit geprägt sein kann und wie stark patriarchale Muster Beziehungen und Selbstbilder beeinflussen können.

Die ruhige, reflektierende Sprache legt den Fokus auf Avas inneren Konflikt und verleiht der Geschichte emotionale Tiefe. Weniger die äußere Handlung als die psychologische Entwicklung der Protagonistin steht im Zentrum.

Gegen Ende arbeitet der Roman mit sehr großen Zeitsprüngen, die die erzählerische Dichte spürbar reduzieren. Zudem wirken einige Entwicklungen vorhersehbar und nehmen der Geschichte an Spannung.