Sehr zu empfehlen

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ann_in_ihrer_welt Avatar

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„Es ist ein Donnerstag im Mai, als ich merke, dass ich noch am Leben bin.“




In dem Debutroman von Vera Zischke geht es um Ava, 43 Jahre alt, 3-fache Mama, gefangen in dem Hamsterrad Elternschaft die durch eine unerwartete Affäre mit einem deutlich jüngeren Mann befreit wird und gleichzeitig umso mehr an die Grenzen ihrer Käfigs stößt.

Als Mama kann man sich in diesem Buch in vielerlei Hinsicht häufig selbst wiederfinden und fühlt sich gesehen. Es beschäftigt sich sehr mit der („erwarteten“) Rollenverteilung in einer Partnerschaft erst Recht sobald Kinder im Spiel sind, mit der Frage wie man unter gesellschaftlichem Druck Entscheidungen trifft, die nicht die eigenen sind und es bildet die verschiedensten Arten von Liebe ab, auch jene, die nicht gut tun und jene die nicht funktionieren können.

Teilweise vergehen pro Kapitel mehrere Jahre auf einmal, manche Sachverhalte bleiben unausgesprochen und sind trotzdem klar. Die lange Begleitung der Protagonisten hat mir sehr gut gefallen.

Am Schluss hätte ich mir 1-2 Sachen anders gewünscht, daher nur 4 1/2 Sterne diesmal, aber alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch für folgende Leser*innen.



Das Buch ist interessant für alle, die…
…sich in Büchern auf emotionale Grauzonen einlassen können
…sich mit Rollenverteilungen in Ehe und Elternschaft beschäftigen,
…keine typische lupenreine Liebesgeschichte suchen und
…sich im Hamsterrad „Mama-sein“ wiederfinden.