spannende Verbindung

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
domino Avatar

Von

Der Prolog packt sofort: sehr bildhafte, atmosphärische Sprache, die das Gefühl von Kälte, Wehmut und Freundinnentradition stark einfängt, fast schon melancholisch-poetisch. Inhaltlich kippt die vertraute, intime Stimmung innerhalb weniger Sätze in brutale Gewalt. Das macht den Einstieg extrem wirkungsvoll und verstörend.

Später, in Tessas Perspektive, wird der Ton nüchterner, sarkastischer und näher an moderner Alltagssprache, mit viel Innenblick, Selbstironie und gebrochener Figur. Man spürt Scham, Scheitern, aber auch ihren professionellen True-Crime-Blick. Besonders spannend finde ich die Verbindung zwischen dem alten Inselmassaker und dem heutigen Bachelorette-Trip zur selben Insel, das wirkt wie eine tickende Zeitbombe und macht sehr neugierig, wie sich Vergangenheit und Gegenwart verweben.