Bekanntes Setting, spannende Figurenkonstellation

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Mit „Bachelorette Party“ entfaltet Camilla Sten einen psychologisch ausgerichteten Spannungsroman, der vor allem von zwischenmenschlichen Dynamiken lebt. In der Ich-Perspektive wird eine Geschichte erzählt, in der Freundschaft, verdrängte Erinnerungen und unterschwellige Konflikte zunehmend ineinandergreifen. Besonders überzeugend ist die differenzierte Figurenzeichnung, die die fragile Balance innerhalb der Gruppe sichtbar macht. Das abgeschiedene Setting verstärkt die eskalierende Situation zusätzlich, obschon dieses Szenario aus anderen gängigen Thrillern bekannt ist und damit nicht neu. Doch auch wenn nicht jede Wendung überrascht, bleibt die Entwicklung durchgehend fesselnd und reflektiert zugleich die Brüchigkeit sozialer Bindungen. Ein Buch, das gelesen werden kann, aber kein Must-Read ist.