Der Knall der Sektkorken ist noch das stärkste am Buch

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biscoteria Avatar

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2012, eine kleine Schäreninsel in Schweden (winzige Inseln mit meist nur ein bis zwei Häuser und in ner halben Stunde einmal umrundet), ein Junggesellinnenabschied von vier Freundinnen.

2022, seit zehnt Jahren gelten die vier Frauen vom JGA aus 2012 als verschwunden. In diesem Jahr treten die nächsten Frauen dort einen JGA an. Auf der Insel, wo mittlerweile ein brandneues Hotel eröffnet hat, mit Schwerpunkt Yoga, Ernährung und Ganzheitlichkeit. Nur die fünf Frauen, die Inhaberin und der Koch. Es soll eine Party werden mit Spaß, Alkohol und ein letztes Mal so richtig die Freiheit für die Braut.

Doch es soll anders kommen als sie dachten.

Tessa, eine der Teilnehmerinnen im Jahr 2022 hat so gar keine Lust auf den JGA. Die Braut kennt sie noch aus ihrer Studienzeit, sie würde aber lügen, würde sie sagen sie ständen sich so extrem nahe. Doch Tessa betrieb bis vor kurzen einen True-Crime-Podcast und ist fasziniert von dem, was vor zehn Jahren auf dieser kleinen Insel passiert ist. Aus ihrer Sicht lesen wird die Geschichte.

Auf die regelrecht Nebenfiguren, von der Braut über Tessas Schwester und die “Neue“ im Team brauch ich nicht viel zu schreiben, da alle keine wirkliche Tiefe für die Geschichte bringen. Interessant ist nur Irene, denn sie ist die Inhaberin des Hotels. Und sie ist die Schwester der toten Matilda, welche damals schwanger war und eine der verschwundenen Teilnehmerinnen ist.

Die Geschichte spielt hauptsächlich in der Gegenwart mit dem Besuch der Insel, dann des Öfteren im Jahr 2012, wo es um die Zeit vor dem JGA geht und ein paar wenige Male um die Zeit dazwischen.

Die Autorin machte es selbst mir, die ich mir Notizen machte, wer in welche Zeitschiene gehörte und mit wem verwand, war nicht immer ganz leicht. Zu viele Namen, zu oberflächlich und viele Zeitsprünge haben mich so manches mal verwirrt.

Zu schnell war aber offensichtlich, welches Katz- und Mausspiel in der heutigen Zeit stattfindet. Zu schnell offensichtlich das schon zum Anfang etwas nicht stimmt und wer dahintersteckt. Leider gab es für mich keine wirklich interessante Geschichte. Zu sehr kann man sich schnell einen Großteil der Gründe für die Rache zusammenreimen und wer hinter den meisten Taten steckt. Bei einer Insel von nur wenig Fläche, mit null Versteckmöglichkeit (was oft genug betont wurde) auch kein Wunder.

Das Buch war in sich flüssig und schnell zu lesen, auch wenn man zu oft über die Namen stolpert und Zusammenhänge nochmal in den Notizen nachlesen musste. Aber leider ist es für mich keine Geschichte, die von Spannung erfüllt ist. Für jemanden, der schnell mal was zur Hand braucht ok, aber ansonsten wenig lesenswert.