Kurzweiliger Thriller mit Luft nach oben
Ein Junggesellinnenabschied auf einer einsamen schwedischen Schäreninsel soll DAS Highlight vor Annelieses Hochzeit werden. Auch Tessa ist dabei, sie ist Journalistin und schon länger an einem Cold Case dran, der sich vor genau zehn Jahren auf dieser Insel abspielte. Damals verschwanden vier Frauen bei einem Junggesellinnenabschied, Tessa geht aber aufgrund der Umstände nicht von einem tragischen Unfall aus. Mit einem mulmigen Gefühl startet der Junggesellinnenabschied. Als dann aber das einzige Boot der Insel offen auf dem Meer treibt und eine der Teilnehmerinnen tot aufgefunden wird, ist schnell klar: jemand ist hier, um Rache zu üben.
Ich war aufgrund des Covers und Klappentextes sehr gespannt und hatte hohe Erwartungen, die nicht ganz erfüllt wurden. Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt: der gegenwärtige Junggesellinnenabschied und der tödlich endende vor zehn Jahren, was eine gute Dynamik in die Geschichte bringt und für Abwechslung sorgt. Am Anfang musste ich mich in die Geschichte hineinfinden, weil es einige Figuren gibt, die man auseinander halten muss. Es passiert zunächst gar nicht viel und die Handlung läuft schleppend an. Einige Passagen werden zu detailliert beschrieben, der Spannungsbogen baut sich nur langsam auf. Ab ungefähr der Mitte des Buchs nimmt die Handlung an Fahrt auf und ich habe besser in die Geschichte gefunden.
Tessa erzählt in dem Gegenwartsstrang aus ihrer Ich-Perspektive, was einen guten Überblick bietet, aber auch sehr subjektiv bleibt. Der Erzählstil ist dabei angenehm zu lesen und Tessa agiert als gute Beobachterin. Die anderen Figuren sind gut gezeichnet, hätten aber für mich etwas mehr Tiefe vertragen können. Zum Schluss auf den letzten knapp einhundert Seiten ging es dann schnell und die Situation auf der Insel hat sich immer weiter zugespitzt. Das Ende war mir dann etwas zu viel und zu schnell abgehandelt, der Epilog hat mich versöhnlicher gestimmt.
Alles in allem ist "Bachelorette Party" ein kurzweiliger Thriller, dessen Idee nicht neu ist, der sich aber gut lesen lässt und einige spannende Stellen bietet.
3,5/5 Sternen
Ich war aufgrund des Covers und Klappentextes sehr gespannt und hatte hohe Erwartungen, die nicht ganz erfüllt wurden. Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt: der gegenwärtige Junggesellinnenabschied und der tödlich endende vor zehn Jahren, was eine gute Dynamik in die Geschichte bringt und für Abwechslung sorgt. Am Anfang musste ich mich in die Geschichte hineinfinden, weil es einige Figuren gibt, die man auseinander halten muss. Es passiert zunächst gar nicht viel und die Handlung läuft schleppend an. Einige Passagen werden zu detailliert beschrieben, der Spannungsbogen baut sich nur langsam auf. Ab ungefähr der Mitte des Buchs nimmt die Handlung an Fahrt auf und ich habe besser in die Geschichte gefunden.
Tessa erzählt in dem Gegenwartsstrang aus ihrer Ich-Perspektive, was einen guten Überblick bietet, aber auch sehr subjektiv bleibt. Der Erzählstil ist dabei angenehm zu lesen und Tessa agiert als gute Beobachterin. Die anderen Figuren sind gut gezeichnet, hätten aber für mich etwas mehr Tiefe vertragen können. Zum Schluss auf den letzten knapp einhundert Seiten ging es dann schnell und die Situation auf der Insel hat sich immer weiter zugespitzt. Das Ende war mir dann etwas zu viel und zu schnell abgehandelt, der Epilog hat mich versöhnlicher gestimmt.
Alles in allem ist "Bachelorette Party" ein kurzweiliger Thriller, dessen Idee nicht neu ist, der sich aber gut lesen lässt und einige spannende Stellen bietet.
3,5/5 Sternen