„Manche Orte vergessen nichts.“

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Eine abgelegene Insel, eine Gruppe Freundinnen und ein Junggesellinnenabschied, der aus dem Ruder läuft. Klingt nach perfekter Thrillerstimmung und genau deshalb hatte ich ziemlich hohe Erwartungen. 🌊🌫️📖

Die Geschichte folgt einer Gruppe Frauen, die für einen Junggesellinnenabschied auf eine einsame Insel in den schwedischen Schären reisen. Die Stimmung ist zunächst ausgelassen, doch schnell wird klar, dass dieser Ort eine düstere Vergangenheit hat. Vor Jahren sind dort mehrere junge Frauen spurlos verschwunden. Als plötzlich etwas Unheimliches passiert und die Freundinnen von der Außenwelt abgeschnitten sind, kippt die Atmosphäre komplett. Misstrauen wächst, alte Konflikte kommen ans Licht und die Frage steht im Raum, ob die Vergangenheit der Insel doch noch nicht abgeschlossen ist. 🏝️😰🔍

Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig. Die Seiten lassen sich schnell lesen und die Atmosphäre der abgelegenen Insel ist wirklich gut eingefangen. Man spürt die Isolation, die Kälte des Meeres und dieses unterschwellige Gefühl, dass etwas nicht stimmt. 🌊🌲🌙 Trotzdem hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass noch ein bisschen mehr Spannung möglich gewesen wäre. Einige Szenen ziehen sich etwas und die Dynamik innerhalb der Gruppe hätte für meinen Geschmack noch intensiver sein dürfen.

Die Charaktere sind interessant angelegt, aber ich konnte zu einigen von ihnen keine besonders starke Bindung aufbauen. Man versteht ihre Konflikte und Geheimnisse, doch emotional hat es mich nicht komplett abgeholt. Die Grundidee des Thrillers ist stark, besonders das Spiel mit Vergangenheit, Schuld und Freundschaft. Gleichzeitig fehlte mir an manchen Stellen der richtige Nervenkitzel. 😶📚

Ein solider Thriller mit stimmungsvoller Kulisse und einer guten Grundidee, der mich aber nicht völlig umgehauen hat. Gut zu lesen, spannend genug für ein paar fesselnde Stunden, aber kein absolutes Highlight.