Mehr Schein als Sein
Mich hat das Cover in den Bann gezogen und auch der Klappentext hat sich super gelesen, so dass ich einfach zuschlagen musste.
Inhalt/Meinung:
Tessa, eine True‑Crime‑Podcasterin, reist widerwillig zu einem Junggesellinnenabschied auf eine abgelegene Insel – ein Ort, an dem zehn Jahre zuvor vier junge Frauen verschwunden sind. Was als entspanntes Yoga‑Wochenende geplant ist, kippt schnell ins Unheimliche, und schon kurz nach der Ankunft wird eine Leiche entdeckt. Die Geschichte springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, arbeitet mit mehreren Perspektiven und kurzen Kapiteln, was grundsätzlich Neugier erzeugt, aber den erhofften Sog nicht ganz entfaltet.
Tessa bleibt die einzige Figur, die etwas greifbarer wirkt, doch auch zu ihr entsteht kaum Nähe. Ihre Motivation, überhaupt an diesem Wochenende teilzunehmen oder sich so verbissen in den alten Fall zu verbeißen, bleibt schwer nachvollziehbar. Die übrigen Frauen wirken eher wie zufällig zusammengewürfelt als wie ein Freundeskreis – was die Dynamik zusätzlich distanziert erscheinen lässt.
Die Atmosphäre der schwedischen Schären, das Setting einer isolierten Insel und das Versprechen eines düsteren Geheimnisses bieten eigentlich perfekte Voraussetzungen für Spannung. Doch statt eines stetigen Thrills entsteht eher ein unterschwelliges Unbehagen, das sich nur langsam steigert. Richtige Spannung kommt erst spät auf, während viele Szenen zuvor eher langatmig wirken. Das Finale wiederum schlägt plötzlich in Brutalität um, die im Verhältnis zum restlichen Erzählton fast zu heftig wirkt und deren Motive wenig überzeugend erscheinen
Fazit:
Insgesamt bleibt der Thriller solide, aber unausgewogen: interessante Idee, starke Kulisse, aber blasse Figuren und ein Spannungsbogen, der nicht ganz trägt. Wer ein ruhigeres, atmosphärisches Rätsel sucht, kann hier fündig werden – wer jedoch packende Nervenkitzel erwartet, sollte die Erwartungen etwas dämpfen.
Inhalt/Meinung:
Tessa, eine True‑Crime‑Podcasterin, reist widerwillig zu einem Junggesellinnenabschied auf eine abgelegene Insel – ein Ort, an dem zehn Jahre zuvor vier junge Frauen verschwunden sind. Was als entspanntes Yoga‑Wochenende geplant ist, kippt schnell ins Unheimliche, und schon kurz nach der Ankunft wird eine Leiche entdeckt. Die Geschichte springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, arbeitet mit mehreren Perspektiven und kurzen Kapiteln, was grundsätzlich Neugier erzeugt, aber den erhofften Sog nicht ganz entfaltet.
Tessa bleibt die einzige Figur, die etwas greifbarer wirkt, doch auch zu ihr entsteht kaum Nähe. Ihre Motivation, überhaupt an diesem Wochenende teilzunehmen oder sich so verbissen in den alten Fall zu verbeißen, bleibt schwer nachvollziehbar. Die übrigen Frauen wirken eher wie zufällig zusammengewürfelt als wie ein Freundeskreis – was die Dynamik zusätzlich distanziert erscheinen lässt.
Die Atmosphäre der schwedischen Schären, das Setting einer isolierten Insel und das Versprechen eines düsteren Geheimnisses bieten eigentlich perfekte Voraussetzungen für Spannung. Doch statt eines stetigen Thrills entsteht eher ein unterschwelliges Unbehagen, das sich nur langsam steigert. Richtige Spannung kommt erst spät auf, während viele Szenen zuvor eher langatmig wirken. Das Finale wiederum schlägt plötzlich in Brutalität um, die im Verhältnis zum restlichen Erzählton fast zu heftig wirkt und deren Motive wenig überzeugend erscheinen
Fazit:
Insgesamt bleibt der Thriller solide, aber unausgewogen: interessante Idee, starke Kulisse, aber blasse Figuren und ein Spannungsbogen, der nicht ganz trägt. Wer ein ruhigeres, atmosphärisches Rätsel sucht, kann hier fündig werden – wer jedoch packende Nervenkitzel erwartet, sollte die Erwartungen etwas dämpfen.