Mörderischer Spaß

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kaenzyy Avatar

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Tessa befindet sich am Tiefpunkt ihres Lebens und am liebsten würde sie nie wieder das Haus verlassen.
Den Junggesellinnenabschied ihrer besten Freundin Anneliese möchte sie auch lieber absagen, aber das kommt nicht infrage.
Zu sechst fahren sie auf eine abgelegene schwedische Insel, die Tessa sofort mit einem Cold Case von vor zehn Jahren in Verbindung bringt.
Obwohl sie sich vorgenommen hat, diesen kurzen Trip zu genießen, ihren Freundinnen zuliebe, kann sie nicht das Gefühl abschütteln, dass die Gefahr noch immer auf der Insel lauert.

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen.
Von Anfang an mochte ich den Schreibstil sehr, dadurch ließ sich das Buch super schnell lesen.
Doch auch ohne den Schreibstil hätte ich immer weiterlesen wollen, da mich die Handlung bis zum Ende gefesselt hat.
Ein Junggesellinnenabschied auf einer einsamen Insel, könnte es ein besseres Setting geben?

Die Gruppe besteht aus sechs Frauen und in dem neuen Hotel auf der Insel arbeiten derzeit zwei Leute, da die offizielle Eröffnung erst später stattfinden wird.
Somit sind acht Menschen vor Ort und so schnell kommt auch niemand weiteres dorthin.
Die Freundinnen sind alle ziemlich unterschiedlich und haben sich teilweise seit mehreren Jahren nicht mehr gesehen.
Tessa fühlt sich schnell fehl am Platz und noch dazu wird sie dauernd mit ihren derzeitigen Problemen konfrontiert, die sie ohnehin stets verfolgen.
Diese Nebenstory fand ich ganz interessant, aber ich hätte die Auflösung dazu gerne etwas früher gehabt.
Der Fokus auf die Gegenwart hat sich dadurch manchmal verschoben, auch wenn es nicht immer gepasst hat.

Der Cold Case ist immer wieder ein Thema und es gibt auch mehrere Kapitel von vor zehn Jahren.
Sie werden aus der Sicht von Matilda erzählt, die eine der Frauen ist, die damals verschwunden sind.
Man bekommt erste Einblicke in die Zeit und erfährt mehr über die Frauen.
Gleichzeitig stellt sich auch immer wieder die Frage, ob es tatsächlich gefährlich auf der Insel ist und wenn ja, wie diese neue Gefahr mit dem zusammenhängt, was damals passiert ist.
Es hat lange gedauert, bis ich zum ersten Mal eine Theorie entwickeln konnte, die einigermaßen plausibel klang, weil es vorher einfach zu viele (absichtliche) Lücken gab.

Ein kleiner Tipp: Ich glaube das Lesen macht mehr Spaß, wenn man den Klappentext auf dem Buch vorher nicht liest.
Davon abgesehen habe ich das Lesen sehr genossen und kann das Buch nur empfehlen.