Viel zu wenig Spannung
Das Buchcover und auch der Klappentext haben mich angesprochen. Es ist mein erstes Buch von Camilla Sten. Ich habe einen spannenden Thriller mit einer gut konstruierten Handlung erwartet. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Am Anfang hat sich die Handlung ziemlich gezogen bis dann endlich mal ein bisschen Spannung aufkam. Meiner Meinung nach fehlt sämtlichen Charakteren die Tiefe, was sich auch im Verlauf der Geschichte leider nicht bessert. Die Protagonistin, Tessa, ist eine gescheiterte True-Crime-Podcasterin, die mit ihrer Schwester Lena und ihren Freundinnen den Junggesellinnenabschied von Anneliese auf einer abgelegenen Schären-Insel verbringen möchte. Die Beziehung zwischen den Schwestern Tessa und Lena empfinde ich als sehr oberflächlich. Wenn es im Buch nicht erwähnt würde, könnte man auch denken, dass sie einfach nur Bekannte sind. Auch die Freundschaften zwischen den anderen Frauen sind nicht wirklich tief. Das ist für die Handlung zwar nicht unbedingt erforderlich, hätte dieser aber sicherlich auch nicht geschadet. Ich hatte den Eindruck, dass es zum Ende hin einfach nur noch um Brutalität ging. Diese kann die fehlende Spannung jedoch nicht wett machen. Für mich ist dieser "Thriller" insgesamt leider eine Enttäuschung.