Widerschein alter Fehler in neuen Schattenwelten.

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fönbo Avatar

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Dieser Abschnitt wirft einen sofort hinein in eine Atmosphäre, die zwischen latenter Bedrohung und bitterem Humor pendelt, sodass man sich kaum entziehen kann.

Die Szenen wirken wie Mosaiksteine, die sich erst allmählich zu einem größeren Bild fügen und gerade dadurch ihren Reiz entfalten.

Die Erzählweise bleibt nüchtern und zugleich pointiert, wodurch selbst kleine Gesten und beiläufige Sätze eine unerwartete Wucht entwickeln.

Die Figuren wirken greifbar, gerade weil sie sich mit ihren Schwächen und Abgründen so ungeschönt zeigen.

Gedämpfte Spannung, die in jeder Alltagsszene lauert, sorgt dafür, dass man beständig das Gefühl hat, etwas stehe kurz davor zu kippen. Die Abfolge der Ereignisse bleibt trotz ihrer Sprunghaftigkeit erstaunlich flüssig und erzeugt den Eindruck, als würde man sich durch ein verrauchtes Treppenhaus voller verschlossener Türen bewegen.

Auch das äußere Erscheinungsbild des Buches passt mit seiner düsteren Anmutung hervorragend zu dem, was sich im Inneren abspielt.

Die Dynamik zwischen resignierter Lakonie und unterschwelliger Wut hält den Text ständig in Bewegung.