gelungen wie immer

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nomikiki Avatar

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„Bad Actors“ sind prinzipiell sogenannte „Gefährder“, die von den Geheimdiensten eines Landes eigentlich gefunden und ausgeschaltet werden sollen.
In diesem 8.Teil über die „Slow Horses“ von Jackson Lamb, die sich noch ihre Wunden lecken
dank ihres letzten Abenteuers, nun aber in Machenschaften rund um die MI5-Chefin Diana Taverner, dem russischen Geheimdienstchef, der in eigener Mission in London weilt sowie einem über Leichen gehenden Sonderberaters des Premierministers (=„bad actors“ dito) verwickelt werden.
Natürlich arbeiten die abgehalfterten Ex-Spione trotz all ihrer Probleme wieder auf eigene Faust
und leben dabei ihre Stärken und Schwächen voll aus (s. Shirley/Ho! ;-)
Ihr Boss Jackson Lamb, genial und unflätig wie immer, hat die überraschend geschasste Taverner am Nasenring und auch ein eigentlich seine Rache auslebender Ex-Geheimdienstchef (Claude Whelan) läuft unfreiwillig + selbst erstaunt als Retter in Not zu Höchstform auf.
Wie immer schwarzhumorig-böse, durchaus komplex und auch mit Zeitsprüngen versehen, ist dieser Band von den „Slough House“-Agenten wieder ein sich langsam entwickelndes Abenteuer und wohl nicht direkt etwas für Neueinsteiger – Ihnen aber sei gesagt:
es lohnt, von vorne anzufangen und etwas Zeit für Herron`s coole Spionage-Romane einzuplanen!
P.S.Die beiläufig-fiesen Anmerkungen zur britischen Gegenwartspolitik (hier immer noch Brexit/Corona-Folgen) machen mir dabei ebenfalls Laune ;-)