Tiefschwarzer britischer Humor at its best
Jedes Buch der Reihe Slow Horses ist ein Genuß, ist ein sprachliches Feuerwerk und eine herrliche Fundgrube an Beleidigungen und Seitenhiebe, die präzise verteilt, immer den Solar Plexus des Gegenüber treffen. In dem vorliegenden Buch - Bad Actors - sind es entweder das billige Essen (Kaviar) in der russischen Botschaft während des Gala-Empfangs, oder die Intrigen des Mi5 und der grauen (gar nicht so grau, aber niederträchtig) Eminenz aus der Downing Street 10, die Flatulenz Attacken von Jackson Lamb, und mein persönlicher Hochgenuss: die Anspielungen auf den hochrangigsten und blondesten Politiker Englands während der Corona-Pandemie, der zwar Wasser predigt, aber selbst bis zum Abwinken Party feiert und den Engländern ein Schlaraffenland nach dem Brexit verspricht. Da im Buch keine Namen genannt werden, wollen wir es hier auch nicht tun, allein die Adresse Downing Street 10, London, sagt schon alles.
Bad Actors bedeutet schlechte Schauspieler. Aber wer sind hier Bad Actors? Die Mitglieder des Slow House, also die Slow Horses, sind es einmal definitiv nicht. Sie tauchen irgendwie immer am falschen Ort auf, verhindern aber dadurch Entführungen (zwei Mal) und Verhaftungen (1 Mal).
MI5 (britischer Inlandsgeheimdienst), da gibt es so manche Bad Actors, könnte sein. Downing Street 10 - definitiv ja, Bad Actors auf jedem Schritt und Tritt. Angefangen mit der möchte gern graue Eminenz Anthony Sparrow, der für seine eigene Karriere über Leichen geht und Intrigen spinnt. Nur leider mischen da die realen grauen Eminenzen mit, wie Jackson Lamb, den Leiter des Slow House.
Und wieder taucht die Frage auf: Sind im Slow House wirklich nur Geheimdienstler, die im aktiven Dienst versagt haben, auf dem Abstellgleis für Statistiken zuständig? Oder wurden sie unter diversen Vorwänden hierher verwiesen, weitab von den Kabalen und Intrigen des MI5, um schwierige und kritische Fälle zu lösen. Wir lernen die aktuellen Mitglieder des Slow House detailliert kennen. Roderick Ho, der Computer As und Freak, Louisa Guy, die durchgeknallte Shirley Dander, die findige Ashley Khan, Catherine und Lech Wicinski. Jeder/Jede auf seine/ihre Art ein Außenseiter, aber im Slow House werden sie zu einem unschlagbaren Team. Es ist ein Genuß zu sehen, wie die Rädchen ineinander greifen, die Slow Horses zur Höchstform auflaufen und ihre Zusammenarbeit bis ins Detail klappt. Während im MI5 oder Downing Street die Bad Actors sich gegenseitig behindern oder Fallen stellen und tödliche Intrigen spinnen. Aber wie heißt es so schön: Wer anderen eine Grube gräbt … landet selbst im Wald!
Die Sprachbilder im Buch sind einfach unübertroffen. Die offizielle Tätigkeit bei Slow Horses ist: “eine Menge Arbeit, nichts davon wichtig und alles komplett hirnverbrannt.” (S. 175)
Details, die Spurensicherung und MI5 übersehen, werden plötzlich wichtig, wie zwei verschwundene Whiskyflaschen, die an einer ganz anderen Stelle wieder auftauchen und interessante Tatsachen enthüllen.
Kein Wunder, dass die Slow Horses als erfolgreicher Serienfilm auf Apple TV zu sehen sind.
Bad Actors bedeutet schlechte Schauspieler. Aber wer sind hier Bad Actors? Die Mitglieder des Slow House, also die Slow Horses, sind es einmal definitiv nicht. Sie tauchen irgendwie immer am falschen Ort auf, verhindern aber dadurch Entführungen (zwei Mal) und Verhaftungen (1 Mal).
MI5 (britischer Inlandsgeheimdienst), da gibt es so manche Bad Actors, könnte sein. Downing Street 10 - definitiv ja, Bad Actors auf jedem Schritt und Tritt. Angefangen mit der möchte gern graue Eminenz Anthony Sparrow, der für seine eigene Karriere über Leichen geht und Intrigen spinnt. Nur leider mischen da die realen grauen Eminenzen mit, wie Jackson Lamb, den Leiter des Slow House.
Und wieder taucht die Frage auf: Sind im Slow House wirklich nur Geheimdienstler, die im aktiven Dienst versagt haben, auf dem Abstellgleis für Statistiken zuständig? Oder wurden sie unter diversen Vorwänden hierher verwiesen, weitab von den Kabalen und Intrigen des MI5, um schwierige und kritische Fälle zu lösen. Wir lernen die aktuellen Mitglieder des Slow House detailliert kennen. Roderick Ho, der Computer As und Freak, Louisa Guy, die durchgeknallte Shirley Dander, die findige Ashley Khan, Catherine und Lech Wicinski. Jeder/Jede auf seine/ihre Art ein Außenseiter, aber im Slow House werden sie zu einem unschlagbaren Team. Es ist ein Genuß zu sehen, wie die Rädchen ineinander greifen, die Slow Horses zur Höchstform auflaufen und ihre Zusammenarbeit bis ins Detail klappt. Während im MI5 oder Downing Street die Bad Actors sich gegenseitig behindern oder Fallen stellen und tödliche Intrigen spinnen. Aber wie heißt es so schön: Wer anderen eine Grube gräbt … landet selbst im Wald!
Die Sprachbilder im Buch sind einfach unübertroffen. Die offizielle Tätigkeit bei Slow Horses ist: “eine Menge Arbeit, nichts davon wichtig und alles komplett hirnverbrannt.” (S. 175)
Details, die Spurensicherung und MI5 übersehen, werden plötzlich wichtig, wie zwei verschwundene Whiskyflaschen, die an einer ganz anderen Stelle wieder auftauchen und interessante Tatsachen enthüllen.
Kein Wunder, dass die Slow Horses als erfolgreicher Serienfilm auf Apple TV zu sehen sind.