Super interessant, aber recht anspruchsvoll zu lesen
Peter Wohlleben gibt in diesem Buch einen Einblick in die Welt der Bakterien, erläutert Hintergründe sowie alte und neue Erkenntnisse aus der Forschung, zeigt Zusammenhänge aus dem eigenen Alltag und der Welt als Ganzes auf und überrascht immer wieder damit, welche (unterschiedlichen) Rolle(n) Bakterien bei allem spielen. Das Buch ist in verschiedene Abschnitte gegliedert: Eine Reise in die Vergangenheit und Entstehung von Leben, Einordnungen der Bedeutung von Bakterien in der Gegenwart und im Alltag, und ein Ausblick darauf, welche Rolle Bakterien für die Zukunft des Planeten und unseres Lebens spielen könnten.
Das Thema Bakterien spricht mich unheimlich an und ich fand es sehr interessant, was für Erkenntnisse die heutige Forschung bereits alle gewinnen konnte und welche Zusammenhänge zwischen Bakterien, unserem Leben und der Welt bestehen. Je praktischer das Wissen und die Erläuterungen, desto besser gefielen sie mir. Somit also kein Wunder, dass der erste Abschnitt des Buches mir am wenigsten und der mittlere mir am besten gefallen hat. Ich habe einiges an Wissen mitgenommen, wie nachhaltig ich mich in ein paar Monaten an alles erinnern kann, wird sich zeigen. Aber bestimmt bleibt die ein oder andere Tatsache im Gedächtnis. Besonders überzeugt haben mich Passagen, die ich direkt in meiner Lebensrealität wiederfinden konnte. Zum Beispiel bin ich nach einem Kapitel erstmal zu meinem Kühlschrank und Tiefkühlschrank gegangen und habe die eingestellte Temperatur begutachtet. :D
Leider finde ich den Schreibstil des Autors recht anspruchsvoll, was das Lesen erschwert und etwas anstrengend macht. So hat sich das Buch für mich teils auch recht gezogen bzw. ich konnte immer nur kleine Teile am Stück lesen und das auch nur, wenn gerade ausreichend Hirnkapazität zur Verfügung stand. Einerseits sind die Sätze lang und verschachtelt und die Wortwahl ist wie die Art des Schreibens insgesamt etwas gehobener und komplexer. Hier hätte ich mir einen einfacheren Zugang gewünscht, der dann auch eine breitere und/oder andere Leserschaft besser abgeholt hätte. Außerdem tendiert Peter Wohlleben dazu, einiges an Side Facts in die Erläuterungen einzubinden, die es eigentlich für die zu treffende Aussage nicht gebraucht hätte. Das ist teilweise ganz nett, um das Wissen besser und auch bildhafter zu verknüpfen. Allerdings führt es auch dazu, das ganze Passagen viel schwieriger zu lesen sind, als sie eigentlich hätten sein müssen, und ich mich teilweise gefragt habe, worauf er denn nun hinaus will. Ein Beispiel: Im Kapitel über tödlich infektiöse Bakterien (Tetanus) beginnt er mit Erläuterungen zur Angst vor Haiangriffen, stellt diese ins Verhältnis zur Wahrscheinlichkeit, von einem Blitz getroffen zu werden, und unterlegt das Ganze auch mit einzelnen passenden Zahlen und Statistiken. Solche Mini-Exkurse in andere wissenschaftliche Bereiche gibt es immer wieder und meiner Meinung nach führen sie dazu, dass das Buch insgesamt etwas zu lang und aufgebläht wird.
Dennoch würde ich das Buch allen empfehlen, die sich beim Thema Bakterien sofort angesprochen fühlen und gern tiefer in diese spannende Welt eintauchen wollen. Vielleicht nicht als Leseerlebnis in einem Stück, sondern mehr als Nachschlagewerk, in dem man immer mal wieder in einzelnen Kapiteln schmökert. Es verfolgt zwar grundsätzlich von vorne nach hinten einen Gesamt-Erzählstrang, meiner Meinung nach kann man aber auch gut einzelne Kapitel zwischendurch, die einen gerade ansprechen, rauspicken und unabhängig lesen.
Das Thema Bakterien spricht mich unheimlich an und ich fand es sehr interessant, was für Erkenntnisse die heutige Forschung bereits alle gewinnen konnte und welche Zusammenhänge zwischen Bakterien, unserem Leben und der Welt bestehen. Je praktischer das Wissen und die Erläuterungen, desto besser gefielen sie mir. Somit also kein Wunder, dass der erste Abschnitt des Buches mir am wenigsten und der mittlere mir am besten gefallen hat. Ich habe einiges an Wissen mitgenommen, wie nachhaltig ich mich in ein paar Monaten an alles erinnern kann, wird sich zeigen. Aber bestimmt bleibt die ein oder andere Tatsache im Gedächtnis. Besonders überzeugt haben mich Passagen, die ich direkt in meiner Lebensrealität wiederfinden konnte. Zum Beispiel bin ich nach einem Kapitel erstmal zu meinem Kühlschrank und Tiefkühlschrank gegangen und habe die eingestellte Temperatur begutachtet. :D
Leider finde ich den Schreibstil des Autors recht anspruchsvoll, was das Lesen erschwert und etwas anstrengend macht. So hat sich das Buch für mich teils auch recht gezogen bzw. ich konnte immer nur kleine Teile am Stück lesen und das auch nur, wenn gerade ausreichend Hirnkapazität zur Verfügung stand. Einerseits sind die Sätze lang und verschachtelt und die Wortwahl ist wie die Art des Schreibens insgesamt etwas gehobener und komplexer. Hier hätte ich mir einen einfacheren Zugang gewünscht, der dann auch eine breitere und/oder andere Leserschaft besser abgeholt hätte. Außerdem tendiert Peter Wohlleben dazu, einiges an Side Facts in die Erläuterungen einzubinden, die es eigentlich für die zu treffende Aussage nicht gebraucht hätte. Das ist teilweise ganz nett, um das Wissen besser und auch bildhafter zu verknüpfen. Allerdings führt es auch dazu, das ganze Passagen viel schwieriger zu lesen sind, als sie eigentlich hätten sein müssen, und ich mich teilweise gefragt habe, worauf er denn nun hinaus will. Ein Beispiel: Im Kapitel über tödlich infektiöse Bakterien (Tetanus) beginnt er mit Erläuterungen zur Angst vor Haiangriffen, stellt diese ins Verhältnis zur Wahrscheinlichkeit, von einem Blitz getroffen zu werden, und unterlegt das Ganze auch mit einzelnen passenden Zahlen und Statistiken. Solche Mini-Exkurse in andere wissenschaftliche Bereiche gibt es immer wieder und meiner Meinung nach führen sie dazu, dass das Buch insgesamt etwas zu lang und aufgebläht wird.
Dennoch würde ich das Buch allen empfehlen, die sich beim Thema Bakterien sofort angesprochen fühlen und gern tiefer in diese spannende Welt eintauchen wollen. Vielleicht nicht als Leseerlebnis in einem Stück, sondern mehr als Nachschlagewerk, in dem man immer mal wieder in einzelnen Kapiteln schmökert. Es verfolgt zwar grundsätzlich von vorne nach hinten einen Gesamt-Erzählstrang, meiner Meinung nach kann man aber auch gut einzelne Kapitel zwischendurch, die einen gerade ansprechen, rauspicken und unabhängig lesen.