3000 Meter unter der Oberfläche

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bücherdrache Avatar

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Schon das Cover hat mich neugierig gemacht. Die tiefen Blautöne, die leuchtende Laterne und die geheimnisvolle Unterwasserstation vermitteln eine zugleich faszinierende und leicht bedrückende Atmosphäre, die sehr gut zum Setting passt.

Besonders reizvoll finde ich das ungewöhnliche Setting. Eine internationale Forschungsstation 3000 Meter unter der Meeresoberfläche ist ohnehin faszinierend, doch die Vorstellung, dort von der Außenwelt abgeschnitten zu sein, verleiht selbst den zunächst ruhigen Szenen eine unterschwellige Bedrohung. Der Prolog lässt einen regelrecht in die Dunkelheit der Tiefsee hinabtauchen.

Auch Park Mu-hyun hat mich schnell für sich eingenommen. Als zurückhaltender Zahnarzt, der eher zufällig in diese außergewöhnliche Umgebung gerät, wirkt er angenehm menschlich und nicht wie der typische unerschrockene Held einer Survivalgeschichte. Seine trockene Art und kleine Details wie die Auswahl seines Plüschwals machen ihn sympathisch.

Die Leseprobe nimmt sich zunächst Zeit für das Worldbuilding und die Bewohner der Station. Trotzdem bleibt eine Spannung bestehen, weil man angesichts des Klappentextes ständig darauf wartet, dass die vermeintliche Idylle kippt. Ich möchte unbedingt erfahren, was tatsächlich hinter den Geheimnissen der Station steckt und wie Mu-hyun reagiert, wenn aus seinem neuen Zuhause eine tödliche Falle wird. Für mich ein ungewöhnlicher und vielversprechender Auftakt.