Deep Blue

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archer Avatar

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3000 Meter unter dem Meer! So tief liegt eine Unterwasserstation, in der ein internationales Team daran forscht, ob man Menschen hier ansiedeln könnte, Stichwort Klimakatastrophen und ähnliches. Park Mu-hyun ist kein Wissenschaftler, sondern Zahnarzt, doch auch er macht sich an den tiefen Abstieg, um in der Station zu arbeiten. Er ist ein sanfter, zurückhaltender Mann ohne besonderen Fähigkeiten. Als plötzlich Wasser in die Station eindringt, das letzte Rettungsboot ohne ihn ablegt und die Zivilisation beinahe im Sekundentakt krachen geht, muss er versuchen zu überleben und schließt sich einer Gruppe koreanischer Teammitglieder an. Doch das Wasser und die Tiefe sind hier nicht die einzigen lebensfeindlichen Bedingungen; gerade die Menschen legen als Erstes ihre Menschlichkeit ab ...

Ich wollte schon lange mal wieder ein dystopisches Szenario lesen und habe hier genau das bekommen. Anfangs ist es ein bisschen mühsam, durch die koreanischen Namen durchzusteigen, doch je weiter die Geschichte fortschreitet, desto einfacher wird es. Mir gefiel, wie sich die Gruppe Überlebender zusammenrauft, obwohl ich auch das Gefühl hatte, dass einige Charaktere eher blass blieben. Sehr cool ist, dass es hier keine kitschige Liebesgeschichte gibt (auch keine unkitschige!) und dass Park Mu-hyun bis zum Schluss kein Held ist, sondern jemand, der auch ganz klar erkennt, dass er ohne die anderen eigentlich keine Chance hätte. Der Anfang war ehrlich gesagt ein bisschen langatmig, was der Schluss jedoch eindeutig durch seine atemberaubenden Ereignisse wettmachte. Wer diese Geschichte liest, muss sich auf viel Tragik und Verlust einstellen (auch von Tieren!). Wer also mit Charakter Death, schmutzigem Überlebenskampf und realistischer Verzweiflung nicht gut klarkommt, sollte lieber die Finger von dem Buch lassen. Für Survival- und Dystopiefans ist das eine Lektüre, die sich ziemlich gut von den normalen Katastrophengeschichten abhebt.