Überraschend

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francisca Avatar

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Die ersten Seiten erinnern mich an eine Mischung aus Die kleine Meerjungfrau und Jules Vernes 20 000 Meilen unter dem Meer - einerseits märchenhaft-poetisch, andererseits detailliert, durchdacht und innovativ.

Besonders gefallen hat mir die Betonung der Klimakrise, wo ganz genau erklärt wurde, wie das verhalten der Menschen und die Ausbeutung der Natur das Leben auf der Erde nahezu unmöglich gemacht haben. Und wie die Forschungsgelder statt ins All nun in ein Leben im Ozean fließen, wo sich verschiedene Länder innovativ vereinigen.

Das Wordbuilding der futuristischen Unterwasserbasis ist großartig. Der Fokus liegt auf Technik und dem Alltag. Was ich zunächst aufregend und neu fand, hat mich auf den ersten 100 Seiten verloren, weil durch die alltäglichen Gespräche und seine Tätigkeit aus Zahnarzt nicht wirklich Spannung aufkam.
Dann aber wird klar, weshalb diese 100 Seiten absolut notwendig waren:


Mit den Wassermassen bricht der Plot über einem herein. Mit zu wenigen Rettungskapseln hatte der Überlebenskampf etwas sehr Beklemmendes. Wie Titanic, aber 3 km unter Wasser. Dazu die moralische Frage: Wie weit würde man sein eigenes Leben riskieren, um andere zu retten?

Die restlichen 400 Seiten waren wie einer dieser Katastrophenfilme, bei denen man nicht wegschauen kann. Eine Verfilmung wäre richtig heftig.
Der letzte Satz hat mich fertig gemacht und der Klappentext zu Bd 2 auch. Da Bd 2 und 3 sehr ähnlich klingen wie Bd 1, würde ich vermutlich erst wieder mit dem finalen Band 4 einsteigen.

Das Leseerlebnis war fesselnd und auf beklemmende Weise unterhaltsam, es hat mich nicht losgelassen und schnell eine Sogwirkung erzeugt, die es in sich hatte. Wow!