Zwischen Haien und Katastrophen

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madamski Avatar

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A Light in the Dark hat mich wirklich positiv überrascht. Im Mittelpunkt steht Muhyun, ein empathischer und sehr nahbarer junger Zahnarzt, der erst seit wenigen Tagen auf einer Unterwasserstation arbeitet, als es zur Katastrophe kommt: Die Station wird geflutet.
Muhyun ist eher ängstlich und wirkt dadurch sehr menschlich und greifbar. Trotzdem versucht er immer wieder, anderen zu helfen und sie zu retten. Begleitet wird er dabei von einer interessanten Gruppe: dem attraktiven, superstarken, aber unnahbaren Haeryang, dem verletzten und gleichzeitig sehr humorvollen Jihyuk, der starken Powerfrau Aeyoung und der süßen Geumyi.
Besonders gut gefallen hat mir, wie viel man nebenbei über das Leben unter Wasser, die Meeresbewohner und die Arbeit auf der Station erfährt. Die Informationen wirken dabei nie aufgesetzt, sondern fügen sich ganz natürlich in die Handlung ein. Auch der Science-Fiction-Aspekt und die Zusammenarbeit internationaler Forschungsteams fand ich sehr interessant.
Während die Gruppe versucht, sich durch die überflutete Station nach oben zu kämpfen, begegnen ihnen immer wieder Dinge, die dort definitiv nichts zu suchen haben. Gleichzeitig stellt sich die große Frage: Wie konnte es überhaupt zu dem Leck kommen? Die Situation wird dadurch immer bedrohlicher und spannender. Besonders gelungen fand ich, dass das Buch auch zeigt, wie Menschen sich in Extremsituationen und angesichts einer Katastrophe verhalten, teilweise sehr brutal und ungeschönt.
Die maritime Atmosphäre ist unglaublich gut gelungen und auch der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Über weite Strecken war ich vollkommen in der Geschichte gefangen und wollte unbedingt wissen, wie die Gruppe aus dieser scheinbar aussichtslosen Situation entkommen kann.
Leider hat mich die Wendung am Ende persönlich überhaupt nicht abgeholt. Ich mag den verwendeten Trope überhaupt nicht, weshalb mein Interesse an den weiteren Teilen leider stark gesunken ist. Schade, denn gerade der erste Teil hat mir wirklich gut gefallen.