Dunkel, gefährlich, aber nicht perfekt

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taljatalina Avatar

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Die Geschichte dreht sich um Dahlia, die aus Rache und Neugier in ein Elite-College-Hockeyteam einschleust. Dort trifft sie auf Kane, dunkel, geheimnisvoll und genau der Typ, bei dem man gleichzeitig fasziniert ist und sich denkt: „Vielleicht sollte ich lieber Abstand halten.“

Die Grundidee ist wirklich stark. Rachegeschichten mit düsterer Atmosphäre und einer ordentlichen Portion Spannung funktionieren bei mir eigentlich immer. Auch die Dynamik zwischen Dahlia und Kane ist interessant: Es knistert ordentlich, und man spürt die Spannung zwischen ihnen in fast jeder Szene.

Aber leider hat das Buch nicht durchgehend überzeugt. Besonders in der Mitte zieht sich die Handlung ziemlich, da hatte ich manchmal das Gefühl, dass wenig passiert, außer dass die Charaktere viel reden und man auf die nächsten Wendungen wartet. Einige Entscheidungen der Figuren wirkten auch ein bisschen konstruiert, und nicht alles war so überraschend, wie ich es mir erhofft hatte. Kane und Dahlia sind spannend, aber nicht wirklich sympathisch, was ich okay fand, weil es zum düsteren Ton passt, aber manchmal fehlte mir ein bisschen Emotionalität, die mich richtig packt.

Positiv hervorheben kann ich auf jeden Fall den Schreibstil. Rina Kent schreibt locker und flüssig, sodass man schnell in der Geschichte drin ist und die Seiten nur so dahin fliegen. Auch die düstere Stimmung und die moralischen Grauzonen haben mir gut gefallen, man weiß nie so richtig, wem man vertrauen kann, und das hält die Spannung aufrecht.

Fazit: Beautiful Venom ist ein solider Auftakt für die Vipers-Reihe, mit interessanten Charakteren, einer düsteren Atmosphäre und ein paar richtig spannenden Momenten. Für Fans von Dark Romance ist das Buch definitiv lesenswert, aber für mich persönlich fehlte der letzte Kick, um es von „gut“ zu „richtig großartig“ zu machen. Ein netter Reihenstart, den ich mit gemischten Gefühlen zurücklasse.