Tolles Debut
Amanda Peters hat mich mit Beeren Pflücken voll erwischt.
Ruthie, die kleine Tochter einer Mi'kmaq-Familie, die als Erntehelferin in Maine arbeitet, verschwindet spurlos. An einem anderen Ort in Maine lernen wir Norma kennen, die mit wiederkehrenden Träumen ringt, in denen sie Teil einer anderen Familie ist.
Joe, Ruthies Bruder – der Letzte, der sie gesehen hat – und Norma lassen uns abwechselnd an ihrem Leben teilhaben. Als Leserin wird einem schnell klar, dass Ruthie und Norma ein und dieselbe Person sind. Doch Normas Familie tut alles, um dieses Geheimnis zu hüten, während Ruthies Herkunftsfamilie in Nova Scotia lebt und kaum eine Chance hat, die Suche aus der Ferne fortzusetzen.
Ein solches Erlebnis hinterlässt bei allen Beteiligten tiefe Wunden. Unkontrollierbare Wut und Beziehungsunfähigkeit sind nur zwei der vielen Folgen. Peters zeichnet ihre Figuren mit ruhiger Hand – selbst Reaktionen, die mir zunächst fremd waren, konnte ich gut nachvollziehen.
Verlust, Alltagsrassismus und Verdrängung werden sensibel, aber gut lesbar thematisiert. Mit der zunehmenden Demenz von Normas Mutter kommt die Wahrheit schließlich ans Licht. Wird Norma ihre Familie wiederfinden?
Mich hat das Buch positiv überrascht – und ich bin ehrlich verwundert, dass es nicht bekannter ist. Für mich eines der Lesehighlights 2025.
Ruthie, die kleine Tochter einer Mi'kmaq-Familie, die als Erntehelferin in Maine arbeitet, verschwindet spurlos. An einem anderen Ort in Maine lernen wir Norma kennen, die mit wiederkehrenden Träumen ringt, in denen sie Teil einer anderen Familie ist.
Joe, Ruthies Bruder – der Letzte, der sie gesehen hat – und Norma lassen uns abwechselnd an ihrem Leben teilhaben. Als Leserin wird einem schnell klar, dass Ruthie und Norma ein und dieselbe Person sind. Doch Normas Familie tut alles, um dieses Geheimnis zu hüten, während Ruthies Herkunftsfamilie in Nova Scotia lebt und kaum eine Chance hat, die Suche aus der Ferne fortzusetzen.
Ein solches Erlebnis hinterlässt bei allen Beteiligten tiefe Wunden. Unkontrollierbare Wut und Beziehungsunfähigkeit sind nur zwei der vielen Folgen. Peters zeichnet ihre Figuren mit ruhiger Hand – selbst Reaktionen, die mir zunächst fremd waren, konnte ich gut nachvollziehen.
Verlust, Alltagsrassismus und Verdrängung werden sensibel, aber gut lesbar thematisiert. Mit der zunehmenden Demenz von Normas Mutter kommt die Wahrheit schließlich ans Licht. Wird Norma ihre Familie wiederfinden?
Mich hat das Buch positiv überrascht – und ich bin ehrlich verwundert, dass es nicht bekannter ist. Für mich eines der Lesehighlights 2025.