Eine spannende Biografie

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duckyputz Avatar

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Rea Garveys Autobiografie ist keine typische Musiker-Geschichte voller Glamour oder Mythen, sie wirkt echt, ehrlich und erstaunlich normal. Der irische Sänger erzählt mit Witz, Selbstironie und spürbarer Offenheit von seiner Jugend in Irland, von Fußball, Schulärger, Alkohol, erster Liebe und der langsamen Annäherung an die Musik. Dabei beschreibt er seine Familie liebevoll als „Chaos“, geprägt von katholischen Traditionen, klaren Regeln und der Härte seines Vaters, der ihm das Leben beibrachte, wie es ist, nicht wie man es sich wünscht.
Garvey nimmt seine Leser mit auf eine Zeitreise in die 80er und 90er, die für ihn Jahre der Rebellion und Selbstfindung waren. Besonders beeindruckend ist, dass er nichts beschönigt und nicht versucht, seine Karriere als vorgezeichnet erscheinen zu lassen. Er zeigt stattdessen die vielen Umwege, Rückschläge und Zufälle, die nötig waren, um schließlich Erfolg zu haben.
Mit charmantem, teils zynischem irischen Humor und originellen Beobachtungen, wie dem Vergleich zwischen 80er-Musikvideos und der Selfie-Kultur der Generation Z, gelingt ihm eine lebendige, sehr persönliche Erzählung. Ein ehrliches, unterhaltsames Buch, für Fans, Gleichgesinnte und alle, die verstehen wollen, wo Rea Garvey herkommt.