Die gefährliche Welt der Influencerinnen

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missgowest Avatar

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Eine Zwillingsgeschichte, der asiatische Hintergrund, die (Schein)Welt der Influencer – all das hat mich dazu gebracht, den Thriller „Belladonnas“ von Liann Zhang zu lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, weil ich unbedingt wissen musste, ob Julie Chan damit durchkommt, das Leben ihrer Zwillingsschwester Chloe Van Huusen als Influencerin übernommen zu haben, nachdem sie sie tot in deren Wohnung aufgefunden hat.

Diese scheinbar schillernde Welt der Likes und Klicks und des schnellen Geldes hat etwas Unwiderstehliches an sich – zumindest auf den ersten Blick. So geht es auch Julie, deren Zwillingsschwester Teil der Belladonnas war, eine Riege von Influencerinnen, die die berühmte Bella Marie um sich geschart hat. Beim Aufenthalt auf einer abgelegenen Privatinsel tun sich jedoch schnell Abgründe auf.

Gerade die Szenen auf der Insel fand ich sehr eindringlich – und hier kommt für mich leider der Abzug von einem Stern. Eine Schlüsselszene war für mich zu viel. *Spoiler – Stichpunkt: Tiergrausamkeit!* Sicherlich ist das wichtig für die Handlung, aber ich hatte einfach zu viel Kopfkino.

„Belladonnas“ ist „Das doppelte Lottchen“ auf eine neue, spannende Art erzählt, die zudem die Social Media Welt hinterfragt. Das Cover in Pink und Blau mit goldenem Titel und goldener Axt, dem Zitat „Damit eins klar ist: Ich habe meine Zwillingsschwester nicht umgebracht“ und den gespiegelten Bildern von zwei hübschen, asiatischen Frauen ist ein wirklicher Hingucker. Von mir gibt es verdiente 4 von 5 Äxten.