Düster und emotional.
Mit Belladonnas legt Liann Zang ein eindringliches Werk vor, das sich zwischen düsterer Ästhetik, emotionaler Tiefe und psychologischer Spannung bewegt.
Zang erzählt mit einer sehr bildhaften, teils poetischen Sprache, die sofort eine dichte Atmosphäre aufbaut. Besonders stark ist die Autorin darin, innere Konflikte und moralische Grauzonen darzustellen. Die Figuren sind keine klassischen Sympathieträger, sondern komplex, widersprüchlich und dadurch umso glaubwürdiger. Man ertappt sich als Leser*in immer wieder dabei, Verständnis für Entscheidungen zu entwickeln, die eigentlich nicht entschuldbar sind.
Thematisch kreist Belladonnas um Macht, Abhängigkeit, Begehren und Selbstzerstörung. Diese Motive werden nicht oberflächlich behandelt, sondern konsequent und teilweise schmerzhaft zu Ende gedacht. Das Buch verlangt Aufmerksamkeit und emotionale Bereitschaft – es ist keine leichte Lektüre, belohnt jedoch mit nachhaltigem Eindruck und vielen Denkanstößen.
Kritisch anmerken ließe sich, dass das Erzähltempo stellenweise sehr ruhig ist und nicht jede Szene sofort ihre volle Wirkung entfaltet. Wer actionreiche Handlung erwartet, könnte sich hier und da verlieren. Doch gerade diese Langsamkeit passt zur beklemmenden Grundstimmung und verstärkt die psychologische Wirkung.
Fazit:
Belladonnas ist ein intensiver, atmosphärisch dichter Roman, der unter die Haut geht. Liann Zang beweist Mut zur Dunkelheit und ein feines Gespür für komplexe Emotionen. Empfehlenswert für Leser*innen, die literarische Tiefe, moralische Ambivalenz und eine melancholisch-düstere Stimmung schätzen.
Zang erzählt mit einer sehr bildhaften, teils poetischen Sprache, die sofort eine dichte Atmosphäre aufbaut. Besonders stark ist die Autorin darin, innere Konflikte und moralische Grauzonen darzustellen. Die Figuren sind keine klassischen Sympathieträger, sondern komplex, widersprüchlich und dadurch umso glaubwürdiger. Man ertappt sich als Leser*in immer wieder dabei, Verständnis für Entscheidungen zu entwickeln, die eigentlich nicht entschuldbar sind.
Thematisch kreist Belladonnas um Macht, Abhängigkeit, Begehren und Selbstzerstörung. Diese Motive werden nicht oberflächlich behandelt, sondern konsequent und teilweise schmerzhaft zu Ende gedacht. Das Buch verlangt Aufmerksamkeit und emotionale Bereitschaft – es ist keine leichte Lektüre, belohnt jedoch mit nachhaltigem Eindruck und vielen Denkanstößen.
Kritisch anmerken ließe sich, dass das Erzähltempo stellenweise sehr ruhig ist und nicht jede Szene sofort ihre volle Wirkung entfaltet. Wer actionreiche Handlung erwartet, könnte sich hier und da verlieren. Doch gerade diese Langsamkeit passt zur beklemmenden Grundstimmung und verstärkt die psychologische Wirkung.
Fazit:
Belladonnas ist ein intensiver, atmosphärisch dichter Roman, der unter die Haut geht. Liann Zang beweist Mut zur Dunkelheit und ein feines Gespür für komplexe Emotionen. Empfehlenswert für Leser*innen, die literarische Tiefe, moralische Ambivalenz und eine melancholisch-düstere Stimmung schätzen.