Gefährlicher Kult
Auf YouTube, TikTok, Instagram und co positionieren sich immer wieder größtenteils junge Menschen, so genannte Influencer, ihrem Fans gegenüber. Doch was, wenn die Kameras aus sind? Darum geht es in „Belladonnas“.
Nach dem Tod ihrer Eltern wurden die Zwillinge Chloe und Julie getrennt. Als sie im Erwachsenenalter aufeinander treffen, sind sie unterschiedlicher denn je: Julie ist in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen und jobbt, Chloe ist ein Social Media Star. Als Chloe urplötzlich verstirbt, schlüpft Julie in ihre Rolle- und entdeckt die Schattenseiten des Ruhms…
Die Idee ist nicht neu , doch die Einführung ist gelungen. Mit ruhiger, humorvoller Sprache werden die Zwillinge als Protagonistinnen eingeführt. Sowohl Julies Alltag als auch Chloes Videos nehmen einen Großteil des Anfangs ein. Durch Chloes Tod wird ein spannender Höhepunkt markiert. Dieser Punkt ist dramaturgisch gut dargestellt.
Nach Chloes Tod jedoch beginnt der Wirrwarr. Julie reist als Chloe mit einer Gruppe Influencer, den Belladonnas, auf eine Insel. Dort scheint jede Bestätigung und Achtung von der Anführerin Bella zu suchen. Dabei erscheint die Zusammenkunft wie eine Sekte. Und genau das stört mich: Statt kritische Stimmen zu verdeutlichen oder reflektiert zu denken, bleibt Julie größtenteils still und denkt über ihre Tat nach. So entsteht der Eindruck, als wäre das Verhalten der Belladonnas okay. Hier hätte ich mir eine Fußnote oder einen Kommentar gewünscht, der auf die Darstellung der Influencer beziehungsweise deren toxisches Verhalten untereinander hinweist.
Insgesamt hat der Roman Potential. Er ist spannend geschrieben und die Idee ist gut, aber es wird nicht auf die Gefahren durch die Abhängigkeit und den „Gotteskult“ unter Influencern eingegangen. Für mich hat der Roman drei Sterne verdient.
Nach dem Tod ihrer Eltern wurden die Zwillinge Chloe und Julie getrennt. Als sie im Erwachsenenalter aufeinander treffen, sind sie unterschiedlicher denn je: Julie ist in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen und jobbt, Chloe ist ein Social Media Star. Als Chloe urplötzlich verstirbt, schlüpft Julie in ihre Rolle- und entdeckt die Schattenseiten des Ruhms…
Die Idee ist nicht neu , doch die Einführung ist gelungen. Mit ruhiger, humorvoller Sprache werden die Zwillinge als Protagonistinnen eingeführt. Sowohl Julies Alltag als auch Chloes Videos nehmen einen Großteil des Anfangs ein. Durch Chloes Tod wird ein spannender Höhepunkt markiert. Dieser Punkt ist dramaturgisch gut dargestellt.
Nach Chloes Tod jedoch beginnt der Wirrwarr. Julie reist als Chloe mit einer Gruppe Influencer, den Belladonnas, auf eine Insel. Dort scheint jede Bestätigung und Achtung von der Anführerin Bella zu suchen. Dabei erscheint die Zusammenkunft wie eine Sekte. Und genau das stört mich: Statt kritische Stimmen zu verdeutlichen oder reflektiert zu denken, bleibt Julie größtenteils still und denkt über ihre Tat nach. So entsteht der Eindruck, als wäre das Verhalten der Belladonnas okay. Hier hätte ich mir eine Fußnote oder einen Kommentar gewünscht, der auf die Darstellung der Influencer beziehungsweise deren toxisches Verhalten untereinander hinweist.
Insgesamt hat der Roman Potential. Er ist spannend geschrieben und die Idee ist gut, aber es wird nicht auf die Gefahren durch die Abhängigkeit und den „Gotteskult“ unter Influencern eingegangen. Für mich hat der Roman drei Sterne verdient.