Mehr Schein als Sein
Bella Donnas von Liann Zhang beginnt mit einer Idee, die sofort neugierig macht. Zwei Zwillingsschwestern wachsen getrennt voneinander in völlig unterschiedlichen Lebensrealitäten auf. Chloe lebt als erfolgreiche Influencerin im Luxus, Julie dagegen schlägt sich mit einem Job im Supermarkt durchs Leben. Als Chloe unter rätselhaften Umständen stirbt, nutzt Julie die Gelegenheit und schlüpft in das Leben ihrer Schwester. Ein Leben, das nach außen perfekt wirkt, sich aber schnell als deutlich komplexer entpuppt.
Der Einstieg hat mich direkt abgeholt. Der Schreibstil ist leicht, schnell und sehr zugänglich, wodurch sich das Buch beinahe von selbst liest. Besonders die Darstellung des Influencerlebens fand ich spannend. Der Blick hinter die sorgfältig kuratierte Fassade von Social Media, die Abhängigkeit von Aufmerksamkeit und die Inszenierung von Nähe wirken zunächst überzeugend und zeitgemäß. Auch wenn die Grundidee nicht völlig neu ist, funktioniert sie in diesem modernen Kontext überraschend gut.
Leider konnte die Geschichte dieses Niveau für mich nicht durchgehend halten. Mit den Ereignissen auf der Insel verliert der Roman an Klarheit und Spannung. Die Handlung wird zunehmend wirr und driftet stellenweise ins Mystische ab, was für mich nicht mehr nachvollziehbar war. Der Bruch im Tonfall und in der Erzählrichtung hat dafür gesorgt, dass meine anfängliche Begeisterung deutlich nachgelassen hat. Auch die angesprochenen gesellschaftlichen Themen wirkten mir später zu klischeehaft und wurden nicht konsequent weitergedacht.
Trotzdem ist Bella Donnas ein Buch, das sich gut zwischendurch lesen lässt. Es ist unterhaltsam, temporeich und stilistisch angenehm, auch wenn es für mich kein Thriller war und am Ende hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Das Cover passt gut zur Geschichte und unterstreicht die mystische, moderne Atmosphäre des Romans.
Ein Buch mit starkem Anfang, interessanter Grundidee und viel Potenzial, das mich insgesamt solide unterhalten hat, auch wenn ich mir in der zweiten Hälfte mehr Fokus und Stringenz gewünscht hätte.
Der Einstieg hat mich direkt abgeholt. Der Schreibstil ist leicht, schnell und sehr zugänglich, wodurch sich das Buch beinahe von selbst liest. Besonders die Darstellung des Influencerlebens fand ich spannend. Der Blick hinter die sorgfältig kuratierte Fassade von Social Media, die Abhängigkeit von Aufmerksamkeit und die Inszenierung von Nähe wirken zunächst überzeugend und zeitgemäß. Auch wenn die Grundidee nicht völlig neu ist, funktioniert sie in diesem modernen Kontext überraschend gut.
Leider konnte die Geschichte dieses Niveau für mich nicht durchgehend halten. Mit den Ereignissen auf der Insel verliert der Roman an Klarheit und Spannung. Die Handlung wird zunehmend wirr und driftet stellenweise ins Mystische ab, was für mich nicht mehr nachvollziehbar war. Der Bruch im Tonfall und in der Erzählrichtung hat dafür gesorgt, dass meine anfängliche Begeisterung deutlich nachgelassen hat. Auch die angesprochenen gesellschaftlichen Themen wirkten mir später zu klischeehaft und wurden nicht konsequent weitergedacht.
Trotzdem ist Bella Donnas ein Buch, das sich gut zwischendurch lesen lässt. Es ist unterhaltsam, temporeich und stilistisch angenehm, auch wenn es für mich kein Thriller war und am Ende hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Das Cover passt gut zur Geschichte und unterstreicht die mystische, moderne Atmosphäre des Romans.
Ein Buch mit starkem Anfang, interessanter Grundidee und viel Potenzial, das mich insgesamt solide unterhalten hat, auch wenn ich mir in der zweiten Hälfte mehr Fokus und Stringenz gewünscht hätte.