Zu abgedreht

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Der Anfang hat mir ganz gut gefallen. Der Schreibstil war flüssig und man ist schnell durchgekommen. Dadurch dass Julie die Identität ihrer getrennt von ihr aufgewachsenen Zwillingsschwester Chloe annimmt, erfährt der Leser mit ihr zusammen mehr über Chloe und ihren Lifestyle als Influencerin. Auch lernen wir die Belladonnas kennen, ihre erfolgreichen Freundinnen, die alle etwas zu verbergen haben. Man fiebert richtig mit Julie mit, ob ihre Identitätsaneignung aufgedeckt wird.

Die High Society der Influencer ist natürlich stark überzeichnet dargestellt, aber kritisiert damit auch den Schein, der durch Social Media erzeugt wird. Ein bisschen Gesellschaftskritik, z. B. bezüglich Rassismus, ist auch enthalten, aber wirklich nur am Rande.

Ab den Geschehnissen auf der Privatinsel hat mich die Geschichte dann allerdings verloren. Das Ganze war mir zu abgedreht und ist dann irgendwann in die spirituelle Richtung abgedriftet.

Insgesamt würde ich das Buch leider eher nicht empfehlen.