Alltagstaugliche Nudelküche mit solider Basis
Rein nach dieser Leseprobe beurteilt – das Rad erfindet er hier ganz sicher nicht neu, aber als schnörkelloses Nudelbuch für den Alltag macht der Auszug eine recht solide Figur!
Was mir am Theorieteil gefällt: Das „Nudel-Know-how“ und der „Nudel-Baukasten“ räumen kurz und schmerzlos mit den typischen Küchenirrtümern auf. Kein Öl ins Kochwasser schütten, Nudeln nicht abschrecken (weil man sonst die bindende Stärke für die Sauce abwäscht) und warum man breitere Bandnudeln für schwere Saucen nimmt, während Röhrennudeln wie Rigatoni stückiges Gemüse oder Fleisch perfekt auffangen. Das ist kein hochgestochenes Kochschul-Geschwurbel, sondern handfestes Küchenwissen, das man genau so unterschreiben kann.
Die konkreten Rezepte in der Leseprobe sind allerdings ein ziemlicher Spagat zwischen genial einfach und extrem aufwendig:
Die Linguine al Limone (20 Minuten) sind so ein typischer Schnelle-Küche-Klassiker: Butter, Sahne, Zitrone, Knoblauch und Parmesan. Keine Experimente, funktioniert immer, wenn es schnell gehen muss.
Bei den Spaghetti Speziale alla Henssler gefällt mir die Ofen-Methode: Gemüse und eine ganze Knoblauchknolle bei 225 Grad rösten, mit Doppelrahmfrischkäse im Standmixer zu einer cremigen Sauce pürieren und unter die Pasta heben. Das ist unkompliziert und holt ordentlich Geschmack aus dem Gemüse heraus, ohne dass man ewig am Herd stehen muss.
Beim asiatischen Teil schlägt das Pendel dann komplett in die andere Richtung aus: Für das Ramen Tonkotsu setzt er eine Brühe an, die allein 180 Minuten köcheln muss, plus mariniertem Schweinebauch und eingelegten Eiern. Das hat mit „schneller Nummer“ absolut nichts mehr zu tun, zeigt aber immerhin Respekt vor der traditionellen Zubereitung
Das vietnamesische Bun Cha (Reisnudeln mit Limetten-Fischsaucen-Dressing, vielen Kräutern und Erdnüssen) bringt dafür wieder eine herrlich frische, unkomplizierte Note rein.
Für wen das etwas ist? Für alle, die ein bebildertes Nachschlagewerk suchen, das quer durch Italien und Asien führt und bei dem die meisten Klassiker ohne großes Brimborium gelingen. Mir persönlich fehlt hier und da der Funke echter Innovation – vieles davon kennt man schlicht schon –, aber handwerklich ist der Aufbau der Rezepte klar, übersichtlich und absolut gelingsicher aufbereitet.
Was mir am Theorieteil gefällt: Das „Nudel-Know-how“ und der „Nudel-Baukasten“ räumen kurz und schmerzlos mit den typischen Küchenirrtümern auf. Kein Öl ins Kochwasser schütten, Nudeln nicht abschrecken (weil man sonst die bindende Stärke für die Sauce abwäscht) und warum man breitere Bandnudeln für schwere Saucen nimmt, während Röhrennudeln wie Rigatoni stückiges Gemüse oder Fleisch perfekt auffangen. Das ist kein hochgestochenes Kochschul-Geschwurbel, sondern handfestes Küchenwissen, das man genau so unterschreiben kann.
Die konkreten Rezepte in der Leseprobe sind allerdings ein ziemlicher Spagat zwischen genial einfach und extrem aufwendig:
Die Linguine al Limone (20 Minuten) sind so ein typischer Schnelle-Küche-Klassiker: Butter, Sahne, Zitrone, Knoblauch und Parmesan. Keine Experimente, funktioniert immer, wenn es schnell gehen muss.
Bei den Spaghetti Speziale alla Henssler gefällt mir die Ofen-Methode: Gemüse und eine ganze Knoblauchknolle bei 225 Grad rösten, mit Doppelrahmfrischkäse im Standmixer zu einer cremigen Sauce pürieren und unter die Pasta heben. Das ist unkompliziert und holt ordentlich Geschmack aus dem Gemüse heraus, ohne dass man ewig am Herd stehen muss.
Beim asiatischen Teil schlägt das Pendel dann komplett in die andere Richtung aus: Für das Ramen Tonkotsu setzt er eine Brühe an, die allein 180 Minuten köcheln muss, plus mariniertem Schweinebauch und eingelegten Eiern. Das hat mit „schneller Nummer“ absolut nichts mehr zu tun, zeigt aber immerhin Respekt vor der traditionellen Zubereitung
Das vietnamesische Bun Cha (Reisnudeln mit Limetten-Fischsaucen-Dressing, vielen Kräutern und Erdnüssen) bringt dafür wieder eine herrlich frische, unkomplizierte Note rein.
Für wen das etwas ist? Für alle, die ein bebildertes Nachschlagewerk suchen, das quer durch Italien und Asien führt und bei dem die meisten Klassiker ohne großes Brimborium gelingen. Mir persönlich fehlt hier und da der Funke echter Innovation – vieles davon kennt man schlicht schon –, aber handwerklich ist der Aufbau der Rezepte klar, übersichtlich und absolut gelingsicher aufbereitet.