Ein packender Thriller über vier Schwestern und verborgene Wahrheiten!

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rosareads Avatar

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Die Leseprobe zu Beth is Dead von Katie Bernet hat mich vollkommen überzeugt! Schon der Klappentext hat mich sofort angesprochen und ab der ersten Seite war ich völlig gefesselt. Der Schreibstil der Autorin hat mir ausgesprochen gut gefallen. Das Buch liest sich sehr flüssig, ist unterhaltsam und vor allem unglaublich spannend. Man möchte eigentlich gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Besonders gut gefällt mir, dass die Geschichte in der Ich-Perspektive erzählt wird. Dadurch entsteht eine besondere Nähe zu den Figuren, weil man immer wieder in ihre Gedanken eintauchen und die Handlung aus ihrer jeweiligen Sicht erleben darf. Auf diese Weise baut man zu jeder Figur eine Verbindung auf, was es wiederum umso schwerer macht, den Geschwistern einen Mord zuzutrauen. Gerade das macht die Geschichte aber besonders reizvoll, denn so kann man bis zum Ende miträtseln. Oder zumindest ist das mein bisheriger Eindruck aus der Leseprobe.

Auch die Figuren haben mir sehr gut gefallen. Jede der Schwestern hat ihre ganz eigenen Eigenschaften, wodurch es nie langweilig wird, aus ihrer Perspektive zu lesen. Amy finde ich besonders interessant, weil sie sehr laut und extrovertiert wirkt und gleichzeitig etwas zu verbergen scheint, allen voran ihre Beziehung zum gemeinsamen Freund Laurie.

Jo ist ebenfalls eine spannende Figur. Sie scheint das typische „It-Girl“ zu sein und möchte offenbar in die Fußstapfen ihres Vaters treten. Gerade dieser Aspekt wirft viele Fragen auf: Wie weit würde sie gehen, um das zu erreichen, was ihr Vater erreicht hat? Würde sie vielleicht sogar ihrer eigenen Schwester etwas antun? Gleichzeitig wirkt sie besonders im ersten Kapitel sehr unschuldig, was sie umso undurchschaubarer macht. Ich muss sagen, dass ich Jo zunächst ganz anders eingeschätzt habe. Im ersten Kapitel erschien sie mir eher zurückhaltend, wie jemand, der immer die Regeln befolgt und Dinge hinterfragt. In den weiteren Kapiteln der Leseprobe, vor allem in denen aus der Vergangenheit, wirkte sie dann plötzlich ganz anders, eher wie jemand, der gerne im Mittelpunkt steht. Das hat mich überrascht und gleichzeitig viele neue Fragen aufgeworfen.

Die älteste der Schwestern, Meg, scheint zunächst die verantwortungsbewussteste von ihnen zu sein, doch auch bei ihr hat man das Gefühl, dass sie etwas verheimlicht, was sie ebenfalls sehr interessant macht.

Und dann ist da natürlich noch Beth, die Figur, um die sich letztlich alles dreht und die ich bisher am meisten mag. Ich finde sie als Figur unglaublich interessant. Es wirkt, als hätte sie mit vielen Dingen zu kämpfen gehabt, allen voran mit dem Buch ihres Vaters und der Reaktion der Öffentlichkeit darauf. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie sich zwischen ihren Schwestern, die oft sehr präsent sind und im Mittelpunkt zu stehen scheinen, manchmal unsichtbar gefühlt hat, gerade wenn man bedenkt, dass ihr Vater in seinem Buch ausgerechnet sie sterben ließ. War sie ihm nicht wichtig oder spannend genug? Dieses Gefühl könnte sich nach der Veröffentlichung des Buches ihres Vaters sogar noch verstärkt haben. Schließlich scheint kaum jemand zu hinterfragen, ob Beth vielleicht noch lebt. Stattdessen richtet sich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit vor allem auf die anderen drei Schwestern, etwa wenn zunächst nur sie für ein Interview angefragt werden.

Das wirft eine sehr spannende Frage auf: Was wäre, wenn Beth vielleicht gar nicht tot ist, sondern alles inszeniert hat? Vielleicht als eine Art Gegenreaktion auf das Buch ihres Vaters. Um auf ihre eigene Weise ihre Geschichte zu erzählen und dafür zu sorgen, dass sie nicht in Vergessenheit gerät.

Die Handlung ist insgesamt äußerst spannend und wirft einen direkt ins Geschehen. Man beginnt automatisch, alles zu analysieren und nach Hinweisen zu suchen, um herauszufinden, wer der Täter sein könnte. Eine weitere Vermutung, die ich relativ früh hatte, ist, dass Beth vielleicht gar nicht tot ist, sondern dass wir als LeserInnen in Wirklichkeit das Buch ihres Vaters lesen. Also gewissermaßen eine Geschichte innerhalb einer Geschichte. Das könnte ein sehr spannender Plot-Twist sein. Genau deshalb möchte ich unbedingt weiterlesen, um herauszufinden, ob an dieser oder meiner anderen Theorie etwas dran ist.

Grundsätzlich kann ich es kaum erwarten, mehr über die Schwestern zu erfahren, insbesondere darüber, was bei dem Interview mit Beth passieren wird. Hat dieses Interview die Öffentlichkeit vielleicht noch weiter aufgebracht? Vielleicht sogar so sehr, dass es zu einem Mord kam? Außerdem bin ich sehr gespannt darauf, auch die Eltern, vor allem den Vater und seine Beweggründe für das Schreiben seines Buches näher kennenzulernen.

Zu guter Letzt muss ich auch das wunderschöne Cover erwähnen! Ich liebe die Farbgestaltung und die vielen Details darauf. Ich frage mich sogar, ob sich darin vielleicht schon erste Hinweise auf die Geschichte verstecken.

Ich würde mich wirklich sehr darüber freuen, das Buch vorab lesen zu dürfen und gemeinsam mit allen anderen Leserinnen und Lesern mitzurätseln!