Eine Tote trägt rosa – Wer hat Beth wirklich getötet?
Schon beim ersten Blick hat mich das Cover von "Beth Is Dead" sofort angesprochen. Der pinke, fast blassrosa Farbton wirkt beinahe unschuldig. Die zarte Farbe steht allerdings im starken Gegensatz zum Titel. "Beth Is Dead" klingt hart, endgültig und sorgt sofort für echtes Thriller-Gänsehautgefühl. Schon bevor man die erste Seite liest, entsteht ein Gefühl von Geheimnis und drohender Gefahr. Die Leseprobe selbst hat mich dann direkt abgeholt. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, klar und sehr gut verständlich, sodass man schnell in die Geschichte hineingezogen wird. Die vier Schwestern wirken auf den ersten Blick alle sympathisch. Jede von ihnen hat ihre Ecken und Kanten, das ist lebendig und individuell. Man kann sich kaum vorstellen, dass eine von ihnen ihre eigene Schwester umgebracht haben soll. Diese Mischung aus familiärer Nähe und dem Verdacht eines Mordes erzeugt eine sehr spannende Grundstimmung. Eine Szene ist mir dabei besonders aufgefallen: Amy entdeckt sofort das Kleid – oder etwas von Beth – auf dem Hügel und rennt los, während Jo es zunächst gar nicht gesehen hat. Dieser Moment wirkt ein wenig seltsam und sticht aus der ansonsten sehr harmonischen Darstellung der Schwestern heraus. Für mich ist das bislang die einzige Stelle in der Leseprobe, die einen kleinen Verdacht aufkommen lässt. Genau deshalb würde mein erster Tipp tatsächlich auf Amy als mögliche Täterin fallen. Gerade solche kleinen, subtilen Hinweise machen die Leseprobe so reizvoll. Sie wecken Neugier, regen zum Miträtseln an und lassen einen als Leser sofort eigene Theorien entwickeln. Ich würde mich daher sehr freuen, das Buch komplett lesen und anschließend rezensieren zu dürfen.