Ich muss unbedingt wissen, was wirklich passiert ist

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
user13 Avatar

Von

Die Leseprobe von Beth is Dead hat mich wirklich sofort gepackt. Schon auf den ersten Seiten entsteht eine Stimmung, die ruhig beginnt, aber gleichzeitig unterschwellig Spannung aufbaut. Gerade dieser scheinbar normale Moment am Morgen, in dem langsam klar wird, dass etwas nicht stimmt, hat mich richtig neugierig gemacht. Als Beth schließlich im Schnee gefunden wird, hat mich die Szene sehr getroffen. Das Bild von ihr im weißen Schnee und die Reaktion ihrer Schwestern war so eindringlich beschrieben, dass ich direkt mitgefühlt habe.

Besonders spannend finde ich die Dynamik zwischen den vier Schwestern Meg, Jo, Beth und Amy. Jede von ihnen wirkt auf ihre eigene Weise interessant und gleichzeitig geheimnisvoll. Man hat das Gefühl, dass jede etwas mit sich herumträgt und dass hinter dieser Familie mehr steckt, als man am Anfang denkt. Auch die Tatsache, dass sie durch das Buch ihres Vaters plötzlich im Mittelpunkt der Öffentlichkeit stehen, sorgt für zusätzlichen Druck und macht die ganze Situation noch intensiver.

Der Schreibstil von Katie Bernet liest sich sehr flüssig und zieht einen richtig in die Geschichte hinein. Mir gefällt auch sehr, dass die Kapitel aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden und zwischen der Zeit vor und nach der Tragödie wechseln. Dadurch bekommt man immer neue Einblicke und gleichzeitig entstehen noch mehr Fragen. Genau das macht für mich einen richtig guten Thriller aus.

Während ich gelesen habe, habe ich schon angefangen zu überlegen, wer etwas mit Beths Tod zu tun haben könnte. Amy wirkt auf mich im Moment ein bisschen verdächtig, weil sie die Letzte war, die Beth gesehen hat und weil sie selbst sagt, dass sie betrunken war und schlimme Dinge zu ihr gesagt hat. Vielleicht hat sie Schuldgefühle, vielleicht ist es aber auch nur Trauer. Gleichzeitig könnte es auch viel zu offensichtlich sein und die Geschichte führt uns bewusst auf eine falsche Spur.

Ich glaube auf jeden Fall, dass hinter Beths Tod noch viel mehr steckt, als man in der Leseprobe ahnt. Vielleicht hängt es mit der Party zusammen oder mit der Aufmerksamkeit, die die Familie durch das Buch ihres Vaters bekommen hat. Vielleicht gibt es auch ein Familiengeheimnis, das erst nach und nach ans Licht kommt.

Die Leseprobe hat mich jedenfalls komplett überzeugt und ich würde das Buch unglaublich gern weiterlesen, weil ich unbedingt wissen möchte, was wirklich passiert ist. Umso schöner finde ich es, dass es dazu einen Buchclub geben wird. Sich gemeinsam über Theorien auszutauschen, Hinweise zu sammeln und mit anderen Leserinnen und Lesern über die Figuren und ihre Geheimnisse zu sprechen, stelle ich mir richtig spannend vor. Genau solche Geschichten machen in einer Leserunde besonders viel Spaß.