Sehr spannender Einstieg! Thriller mit komplexen Schwesterndynamiken

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Wow, das war ein überraschend starker Einstieg! Ich bin ohnehin ein riesengroßer Fan von Geschichten, in denen Schwesternbeziehungen eine zentrale Rolle spielen und bin auch immer für das Lösen von Mordfällen zu haben - aber die Kombi in Beth is dead gefällt mir bisher richtig gut.

Auch wenn ich das Original von Little Women weder gesehen noch gelesen habe, kann ich anhand meines wenigen bisherigen Wissens, das ich zu der Geschichte habe, Parallelen ziehen und bin gespannt, wie das "Retelling" weiter aufgebaut wird. Bisher gefallen mir die verschiedenen Charaktere und die Rollen, die die jeweiligen Schwestern in der Familiendynamik einnehmen, sehr gut. Am besten nachempfinden kann ich bisher Meg, bin aber vor allem gespannt auf Beths Geschichte.

Die Frage, ob der Vater die Leben seiner Töchter für seine eigene Geschichte stehlen und ausnutzen darf, und die damit einhergehenden feministischen aber auch interfamiliären Implikationen, finde ich ebenfalls sehr spannend und kann mir vorstellen, dass es in Hinblick auf den Todesfall noch eine wichtige Rolle spielen wird - abgesehen von der offensichtlichen Verbindung durch Beths Tod. Besonders interessant finde ich aber auch, wie unterschiedlich die Schwestern auf das geschriebene Buch und die charakterabhängigen Rezeptionen der Menschen reagieren.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, so bin ich quasi durch die Leseprobe geflogen, und mag es, dass die Geschichte aus den verschiedenen Perspektiven der Schwestern erzählt wird. Bei Zeitsprüngen/mehreren Zeitsträngen bin ich häufig skeptisch, aber auch das funktioniert für mich hier bisher gut.

Das Buch werde ich auf jeden Fall weiterlesen, einfach weil ich neugierig bin, was geschehen ist und wie sich die Geschichte weiterentwickeln wird und hoffe sehr, dass die Auflösung mich nicht enttäuschen wird.