Wenn Fiktion zur tödlichen Realität wird

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Cover & Gestaltung:
Das Cover von "Beth is Dead" ist ein Statement.
Der plakative Titel in Kombination mit dem schlichten, aber wirkungsvollen Design verspricht genau das, was die Leseprobe hält: einen harten, modernen Thriller, der klassische Motive völlig neu interpretiert.

Schreibstil & Atmosphäre:
Katie Bernet hat mich ab der ersten Seite in den Bann gezogen.
Der Einstieg am Neujahrsmorgen ist meisterhaft, die beklemmende Stille im Haus, das Staubtanzen im Sonnenlicht und dann die schreckliche Entdeckung im Schnee.
Der Schreibstil ist direkt, emotional und unglaublich atmosphärisch.
Besonders stark finde ich den Wechsel der Perspektiven.
Man spürt sofort die unterschiedlichen Dynamiken zwischen den Schwestern: Jo, die ehrgeizige Influencerin; Amy, die zwischen Reue und Rebellion schwankt; und Meg, die versucht, alles zusammenzuhalten.

Charaktere & Erwartungen:
Was mich am meisten fasziniert, ist die Hintergrundgeschichte mit dem Buch des Vaters. Dass er seine Töchter in seinem Bestseller "Little Women" quasi vermarktet und Beths Tod darin vorweggenommen hat, gibt dem Ganzen eine extrem düstere Note.
Ich frage mich wer Beth nun getötet hat.
War es ein verrückter Fan?
Eine der Schwestern aus Eifersucht?
Da jede von ihnen ein Geheimnis hütet, scheint niemand so unschuldig zu sein, wie es auf den ersten Blick wirkt.
Oder steckt noch etwas viel Größeres dahinter?

Warum ich weiterlesen möchte:
Ich liebe Geschichten, in denen Familiengeheimnisse unter dem Druck der Öffentlichkeit zerbrechen.
Die Frage wer Beth wirklich auf dem Gewissen hat, lässt mir keine Ruhe.
Die Leseprobe endet so intensiv, dass ich unbedingt wissen muss, wie die verbliebenen Schwestern mit diesem Albtraum umgehen und wer in diesem Geflecht aus Lügen die Wahrheit sagt.