4 Schwestern und ihre Geheimnisse
"Little Women" von Louisa May Alcott ist ein Klassiker der Literatur und dient der Autorin Katie Bernet in "Beth is Dead" als Vorlage. Beth ist eine der vier March-Schwestern und wird zu Beginn des Romans tot aufgefunden. Fremdverschulden kann hierbei nicht ausgeschlossen werden. In Verdacht geraten im Zuge der Ermittlungen sofort die 3 verbliebenen Schwestern Margaret, Amy und Jo, die jede für sich eigene Geheimnisse birgt. Es entfaltet sich nach und nach ein spannender YA-Thriller auf der Basis von "Little Women", der aus wechselnder Ich-Perspektive der 4 Schwestern in der Vergangenheit und der verblieben 3 Schwestern in der Gegenwart geschildert wird.
Schon die ersten Seiten haben mich sofort in den Bann gezogen, denn der Einstieg ist spannend gemacht, dicht erzählt und machte es mir schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Die Erzählstruktur mit wechselnden Perspektiven der vier Schwestern verlieh der Geschichte Tiefe und sorgte dafür, dass sich nach und nach ein vielschichtiges Bild der 4 Figuren entwickelte.
Wer den Klassiker kennt, wird viele Parallelen entdecken. Die Schwestern sind in ihren Grundzügen klar wiederzuerkennen, wirkten auf mich hier jedoch kantiger, moderner und teilweise deutlich widersprüchlicher. Gerade das machte für mich ihren Reiz aus – auch wenn sie nicht immer leicht zugänglich waren und die ein oder andere Schwester im Vergleich zum Original Sympathiepunkte bei mir verlor.
Die Figurenzeichnung war für mich auch insgesamt ein großer Pluspunkt: Jo wirkte oft rau und wenig einfühlsam, gewann aber durch ihre Verletzlichkeit zunehmend an Tiefe. Amy überzeugte mich mit ihrer starken, selbstbewussten Art und emotionalen Intensität, auch wenn bei ihr das Drama stets mit an Bord war. Margaret blieb zunächst doch sehr im Hintergrund, während Beth als Figur besonders hervorstach – ihr früher Tod, ihre innere Zerrissenheit und die Fragen rund um ihr Leben machten sie nicht nur zum Zentrum des Geschehens, sondern für mich auch zu einer der spannendsten Perspektiven im Buch.
Auch die Nebenfiguren sorgten für zusätzliche Spannung, warfen Fragen auf und ließen viel Raum für Spekulationen. Dabei blieb die Geschichte bewusst undurchsichtig, ohne meinen Lesefluss zu bremsen.
Den Schreibstil empfand ich als angenehm prägnant und dialoglastig, wodurch ich wirklich schnell durch die Seiten flog. Die kurzen Kapitel und Perspektivwechsel erzeugten zusätzlich ein hohes Tempo, wodurch ich den Roman innerhalb kürzester Zeit inhalierte. Da ich zuvor den Klassiker gelesen hatte, hatte ich bei den vielen Figuren keine Schwierigkeiten mit der Orientierung und fand auch, dass sich die Stimmen der Figuren insgesamt klar voneinander unterschieden. Wer den Klassiker nicht kennt, wird möglicherweise zu Beginn dennoch Zeit benötigen, insbesondere die 4 Schwestern auseinander zu halten.
Besonders gelungen war für mich die Grundidee des Romans, weshalb ich ihn auch unbedingt lesen "musste": bekannte Charaktere aus einem literarischen Klassiker in ein modernes Setting zu übertragen und sie in einen Kriminalfall zu verwickeln. Dadurch entstand eine spannende zusätzliche Ebene, die vermutlich vor allem LeserInnen anspricht, die das Original kennen.
Allerdings blieben manche Figuren für meinen Geschmack etwas blass, und stellenweise hätte ich mir noch mehr Einblicke wie z.B. in die Ermittlungsarbeit gewünscht. Auch hätte die Geschichte an einigen Stellen ruhig mutiger von ihrer Vorlage abweichen können.
Trotzdem blieb am Ende ein sehr fesselnder, emotionaler und unterhaltsamer YA-Thriller, eigentlich fast schon Pageturner, der mich durch seine Figuren und seine Erzählweise überzeugte. Für Fans von modernen Adaptionen und spannenden Familiendramen definitiv eine Empfehlung.
Schon die ersten Seiten haben mich sofort in den Bann gezogen, denn der Einstieg ist spannend gemacht, dicht erzählt und machte es mir schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Die Erzählstruktur mit wechselnden Perspektiven der vier Schwestern verlieh der Geschichte Tiefe und sorgte dafür, dass sich nach und nach ein vielschichtiges Bild der 4 Figuren entwickelte.
Wer den Klassiker kennt, wird viele Parallelen entdecken. Die Schwestern sind in ihren Grundzügen klar wiederzuerkennen, wirkten auf mich hier jedoch kantiger, moderner und teilweise deutlich widersprüchlicher. Gerade das machte für mich ihren Reiz aus – auch wenn sie nicht immer leicht zugänglich waren und die ein oder andere Schwester im Vergleich zum Original Sympathiepunkte bei mir verlor.
Die Figurenzeichnung war für mich auch insgesamt ein großer Pluspunkt: Jo wirkte oft rau und wenig einfühlsam, gewann aber durch ihre Verletzlichkeit zunehmend an Tiefe. Amy überzeugte mich mit ihrer starken, selbstbewussten Art und emotionalen Intensität, auch wenn bei ihr das Drama stets mit an Bord war. Margaret blieb zunächst doch sehr im Hintergrund, während Beth als Figur besonders hervorstach – ihr früher Tod, ihre innere Zerrissenheit und die Fragen rund um ihr Leben machten sie nicht nur zum Zentrum des Geschehens, sondern für mich auch zu einer der spannendsten Perspektiven im Buch.
Auch die Nebenfiguren sorgten für zusätzliche Spannung, warfen Fragen auf und ließen viel Raum für Spekulationen. Dabei blieb die Geschichte bewusst undurchsichtig, ohne meinen Lesefluss zu bremsen.
Den Schreibstil empfand ich als angenehm prägnant und dialoglastig, wodurch ich wirklich schnell durch die Seiten flog. Die kurzen Kapitel und Perspektivwechsel erzeugten zusätzlich ein hohes Tempo, wodurch ich den Roman innerhalb kürzester Zeit inhalierte. Da ich zuvor den Klassiker gelesen hatte, hatte ich bei den vielen Figuren keine Schwierigkeiten mit der Orientierung und fand auch, dass sich die Stimmen der Figuren insgesamt klar voneinander unterschieden. Wer den Klassiker nicht kennt, wird möglicherweise zu Beginn dennoch Zeit benötigen, insbesondere die 4 Schwestern auseinander zu halten.
Besonders gelungen war für mich die Grundidee des Romans, weshalb ich ihn auch unbedingt lesen "musste": bekannte Charaktere aus einem literarischen Klassiker in ein modernes Setting zu übertragen und sie in einen Kriminalfall zu verwickeln. Dadurch entstand eine spannende zusätzliche Ebene, die vermutlich vor allem LeserInnen anspricht, die das Original kennen.
Allerdings blieben manche Figuren für meinen Geschmack etwas blass, und stellenweise hätte ich mir noch mehr Einblicke wie z.B. in die Ermittlungsarbeit gewünscht. Auch hätte die Geschichte an einigen Stellen ruhig mutiger von ihrer Vorlage abweichen können.
Trotzdem blieb am Ende ein sehr fesselnder, emotionaler und unterhaltsamer YA-Thriller, eigentlich fast schon Pageturner, der mich durch seine Figuren und seine Erzählweise überzeugte. Für Fans von modernen Adaptionen und spannenden Familiendramen definitiv eine Empfehlung.