Alles wegen eines Buches...

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blackkat Avatar

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Die Geschichte nimmt den Leser mit in die Welt der "Little Women", die in einem Re-telling von Katie Bernet wieder aufleben dürfen. Wir folgen den Schwestern Jo, Meg, Amy und Beth und lernen immer mehr über die Nacht, als Beth starb. Neben vielen und wilden Anschuldigungen, einigen Tatverdächtigen, gefühlt unfähigen Ermittler:innen, einem vermissten Vater, drei Schwestern, die unterschiedlich mit Beths Tod umgehen und auf eigene Faust herausfinden wollen, wie es zu dem Tod kommen konnte.
Das Buch beginnt sofort mit der toten Beth. Im Verlauf springen die Kapitel zwischen "Vorher" und "Heute" und den Schwestern hin und her, dass man einen guten Eindruck von der Nacht der Tat und den Frauen bekommt. Die Charaktere haben alle ihre Tücken und Makel und das macht sie ausgesprochen gut geschrieben. Leider war der Einstieg bis knapp über die Hälfte des Buches mühselig, da sehr viele Anschuldigungen wild umhergeworfen worden und niemand irgendwo etwas handfestes hatte. Nach der Hälfte wurde es aber so richtig spannend. Die Wendungen waren gut und teilweise auch ziemlich traurig. Die Motive des oder der Täter:in sind leider meiner Meinung nach etwas schwach gewesen, aber konnten trotzdem ein ungutes Gefühl in einem auslösen. Zu einer Person hätte ich mir persönlich gerne noch eine Auflösung gewünscht, die aber nicht kam.
Letztendlich kann man sagen, dass die Übersetzung des Romans an sich ist sehr gut gelungen und toll umgesetzt ist. Das Cover ist ein Blickfänger und die Figuren sind ziemlich nah an dem Original von "Little Women". Dennoch konnte mich die Geschichte nicht hundertprozentig überzeugen, auch wenn ich den Schreibstil und die Erzählweise sehr mochte, da es an einigen Stellen etwas langweilig war. Das Ende war hingegen gut gelungen.
Wenn man ein:e Freund:in von Mysterys und den "Little Women" ist, ist das das perfekte Buch.