Ein Puzzle aus Perspektiven
Beth is Dead von Katie Bernet ist ein Thriller über vier sehr unterschiedliche Schwestern, die alle ihre eigenen Geheimnisse mit sich herumtragen. Als ihr Vater, ein Schriftsteller, ein Buch über seine Töchter veröffentlicht, stehen sie plötzlich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Das Buch wird heftig kritisiert, da es in der öffentlichen Meinung die Privatsphäre seiner Töchter verletzt. Als ein Hater sogar den Wohnort des Schriftstellers herausfindet, verlässt der Vater die Familie, weil er glaubt, sie so schützen zu können. Besonders Beth leidet unter ihrer Darstellung im Buch und stirbt sogar am Ende bei einem Unfall. Was zuerst nur Fiktion ist, passiert dann auch in der Realität, allerdings durch einen Mord.
Nach Beths Tod geraten die Schwestern selbst in den Fokus der Ermittlungen. Sie mistrauen der Polizei und versuchen, den Fall auf eigene Faust zu lösen. Dabei gerät fast jede Figur im Buch einmal in Verdacht.
Die Kapitel sind kurz und klar aufgebaut. Jedes Kapitel wechselt die Perspektive und ist aus der Sicht einer der Schwester geschrieben. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen: vor und nach dem Mord. So bekommt man einen sehr direkten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Dieses Zusammenspiel empfand ich sehr spannend, da jede ihre eigene Sicht mitbringt. Nach und nach setzt sich alles wie ein Puzzle zusammen und man kommt in den Genuss, miträtseln zu könne, was mir bei Krimis oder Thrillern immer besonders gefällt.
Auch die Figuren insgesamt haben mir gut gefallen. Sowohl die vier Schwestern als auch die Nebencharaktere sind sehr detailliert ausgearbeitet und wirken glaubwürdig. Dadurch konnte ich ihre Entscheidungen meist gut nachvollziehen. Der Schreibstil ist angenehm, bildhaft und flüssig, sodass ich leicht in die Geschichte hineingefunden habe. Im Vordergrund stehen dabei weniger actionreiche Szenen als vielmehr die psychologischen Verstrickungen innerhalb der Familie und die Beziehungen der Schwestern zueinander.
Trotz der interessanten Figuren und der gelungenen Erzählstruktur hatte das Buch für mich zwischendurch einige Längen. Ich habe schon Thriller gelesen, die mich deutlich mehr gefesselt haben. Außerdem war für mich gegen Ende – besonders im letzten Viertel – recht schnell klar, wer hinter dem Mord steckt. Dadurch ging leider ein Teil der Spannung verloren.
Dennoch konnte mich der Roman emotional überzeugen. Hinter all den Konflikten, dem Neid und den Geheimnissen steht letztlich eine Familie, die trotz aller Probleme von Liebe und Zusammenhalt geprägt ist.
FAZIT: Insgesamt ist Beth is Dead ein solider Thriller mit einem starken Fokus auf Psychologie und Familiendynamik. Auch wenn er nicht durchgehend fesseln konnte, bleibt er eine lesenswerte Geschichte mit interessanten Figuren und einer besonderen Erzählweise.
Nach Beths Tod geraten die Schwestern selbst in den Fokus der Ermittlungen. Sie mistrauen der Polizei und versuchen, den Fall auf eigene Faust zu lösen. Dabei gerät fast jede Figur im Buch einmal in Verdacht.
Die Kapitel sind kurz und klar aufgebaut. Jedes Kapitel wechselt die Perspektive und ist aus der Sicht einer der Schwester geschrieben. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen: vor und nach dem Mord. So bekommt man einen sehr direkten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Dieses Zusammenspiel empfand ich sehr spannend, da jede ihre eigene Sicht mitbringt. Nach und nach setzt sich alles wie ein Puzzle zusammen und man kommt in den Genuss, miträtseln zu könne, was mir bei Krimis oder Thrillern immer besonders gefällt.
Auch die Figuren insgesamt haben mir gut gefallen. Sowohl die vier Schwestern als auch die Nebencharaktere sind sehr detailliert ausgearbeitet und wirken glaubwürdig. Dadurch konnte ich ihre Entscheidungen meist gut nachvollziehen. Der Schreibstil ist angenehm, bildhaft und flüssig, sodass ich leicht in die Geschichte hineingefunden habe. Im Vordergrund stehen dabei weniger actionreiche Szenen als vielmehr die psychologischen Verstrickungen innerhalb der Familie und die Beziehungen der Schwestern zueinander.
Trotz der interessanten Figuren und der gelungenen Erzählstruktur hatte das Buch für mich zwischendurch einige Längen. Ich habe schon Thriller gelesen, die mich deutlich mehr gefesselt haben. Außerdem war für mich gegen Ende – besonders im letzten Viertel – recht schnell klar, wer hinter dem Mord steckt. Dadurch ging leider ein Teil der Spannung verloren.
Dennoch konnte mich der Roman emotional überzeugen. Hinter all den Konflikten, dem Neid und den Geheimnissen steht letztlich eine Familie, die trotz aller Probleme von Liebe und Zusammenhalt geprägt ist.
FAZIT: Insgesamt ist Beth is Dead ein solider Thriller mit einem starken Fokus auf Psychologie und Familiendynamik. Auch wenn er nicht durchgehend fesseln konnte, bleibt er eine lesenswerte Geschichte mit interessanten Figuren und einer besonderen Erzählweise.