Eine gute Idee, die leider komplett an der Umsetzung scheitert
Als ich von Beth Is Dead gehört habe, fand ich die Grundidee erst einmal richtig spannend. Schon die Tatsache, dass die Schwestern wie in Little Women von Louisa May Alcott benannt sind, hat direkt mein Interesse geweckt. Ich mag solche Anspielungen auf Klassiker eigentlich sehr, vor allem wenn daraus etwas Eigenes und Modernes entsteht. Allerdings war mir anfangs nicht klar, dass Beth Is Dead so stark als eine Art Retelling von Little Women aufgebaut ist und so viele Elemente aus der Originalgeschichte übernimmt, nur eben in ein Thriller-Setting verpackt. Genau das wurde für mich aber schnell zum größten Problem des Buches.
Denn statt sich von Little Women inspirieren zu lassen und daraus etwas Neues zu machen, hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass bekannte Motive einfach in eine düstere, moderne Geschichte gepresst wurden. Für mich hat das überhaupt nicht funktioniert. Die Verbindung zum Klassiker wirkte nicht originell oder clever, sondern eher gewollt und aufgesetzt. Vor allem dann, wenn man Little Women kennt und weiß, wie viel Herz, Wärme und Tiefe in dieser Geschichte steckt, fällt es schwer, in Beth Is Dead wirklich eine gelungene Neuinterpretation zu sehen.
Dazu kam, dass mich die eigentliche Thrillerhandlung leider überhaupt nicht packen konnte. Die Geschichte rund um Beths Tod und die Frage, wer dafür verantwortlich ist, hätte eigentlich der große Spannungsfaktor des Buches sein müssen. Stattdessen war vieles für mich sehr vorhersehbar. Es gab kaum Momente, in denen ich wirklich mitgerätselt oder mich überrascht gefühlt habe. Die Auflösung und die Entwicklungen dahin konnten bei mir keine echte Spannung erzeugen, weil das Ganze schon relativ früh durchschaubar wirkte. Besonders enttäuschend fand ich dabei, dass Beths Schwestern als mögliche Verdächtige auf mich nicht einmal glaubwürdig wirkten, weil es ihnen letztlich an einem wirklich überzeugenden Motiv gefehlt hat. Und wenn schon die Grundlage des Thrillers nicht richtig trägt, bricht für mich ein großer Teil der Geschichte einfach weg.
Auch mit den Figuren und den Dialogen hatte ich meine Probleme. Manche Gespräche wirkten auf mich merkwürdig leer oder schlicht sinnfrei. Statt die Beziehungen zwischen den Figuren greifbarer zu machen oder die Handlung voranzubringen, standen viele Dialoge einfach nur im Raum. Das hat dazu geführt, dass ich mich den Figuren nie wirklich nahe gefühlt habe. Gerade bei einer Geschichte, die emotional sein und gleichzeitig Spannung erzeugen will, ist das für mich ein großes Problem.
Besonders unpassend fand ich außerdem Amys Handlung rund um den Künstler, der seine Kursteilnehmerinnen sexuell belästigt. Diese Nebenstory hat für mich überhaupt nicht in das Buch gepasst. Sie wirkte wie ein völlig anderer Erzählstrang, der weder sauber eingebunden noch wirklich sinnvoll ausgearbeitet wurde. Statt der Geschichte mehr Tiefe zu geben, hat sie sie eher unnötig überladen. Vor allem bei einem ohnehin schon nicht besonders starken Spannungsaufbau war diese Sidestory für mich eher störend als bereichernd.
Was mich aber am meisten gestört hat, ist die Art, wie das Buch mit Little Women umgeht. Für mich wird es der Vorlage in keiner Weise gerecht. Little Women ist so eine besondere Geschichte, weil vier junge Frauen im Mittelpunkt stehen, die langsam erwachsen werden, ihren Platz im Leben suchen und mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen kämpfen. Es geht um Familie, Entwicklung, Verluste, Wünsche und darum, wer man sein will. Genau diese Stärke, diese Menschlichkeit und diese emotionale Tiefe haben für mich in Beth Is Dead komplett gefehlt. Stattdessen bleibt am Ende vor allem der Eindruck zurück, dass eine großartige Geschichte genommen und in ein Setting gepackt wurde, das ihr überhaupt nicht steht.
Insgesamt war Beth Is Dead für mich deshalb eine große Enttäuschung. Die Idee klang vielversprechend, aber die Umsetzung konnte mich weder als Thriller noch als Retelling überzeugen. Die Handlung war vorhersehbar, die Figuren blieben blass, einige Dialoge wirkten unnötig und die Nebenhandlung rund um Amy hat für mich überhaupt nicht funktioniert. Am Ende hatte ich eher das Gefühl, dass dieses Buch Little Women nicht neu interpretiert, sondern eher verfälscht.
Leider kann ich das Buch deshalb überhaupt nicht empfehlen.
Von mir gibt es nur 1 von 5 Sternen.
Denn statt sich von Little Women inspirieren zu lassen und daraus etwas Neues zu machen, hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass bekannte Motive einfach in eine düstere, moderne Geschichte gepresst wurden. Für mich hat das überhaupt nicht funktioniert. Die Verbindung zum Klassiker wirkte nicht originell oder clever, sondern eher gewollt und aufgesetzt. Vor allem dann, wenn man Little Women kennt und weiß, wie viel Herz, Wärme und Tiefe in dieser Geschichte steckt, fällt es schwer, in Beth Is Dead wirklich eine gelungene Neuinterpretation zu sehen.
Dazu kam, dass mich die eigentliche Thrillerhandlung leider überhaupt nicht packen konnte. Die Geschichte rund um Beths Tod und die Frage, wer dafür verantwortlich ist, hätte eigentlich der große Spannungsfaktor des Buches sein müssen. Stattdessen war vieles für mich sehr vorhersehbar. Es gab kaum Momente, in denen ich wirklich mitgerätselt oder mich überrascht gefühlt habe. Die Auflösung und die Entwicklungen dahin konnten bei mir keine echte Spannung erzeugen, weil das Ganze schon relativ früh durchschaubar wirkte. Besonders enttäuschend fand ich dabei, dass Beths Schwestern als mögliche Verdächtige auf mich nicht einmal glaubwürdig wirkten, weil es ihnen letztlich an einem wirklich überzeugenden Motiv gefehlt hat. Und wenn schon die Grundlage des Thrillers nicht richtig trägt, bricht für mich ein großer Teil der Geschichte einfach weg.
Auch mit den Figuren und den Dialogen hatte ich meine Probleme. Manche Gespräche wirkten auf mich merkwürdig leer oder schlicht sinnfrei. Statt die Beziehungen zwischen den Figuren greifbarer zu machen oder die Handlung voranzubringen, standen viele Dialoge einfach nur im Raum. Das hat dazu geführt, dass ich mich den Figuren nie wirklich nahe gefühlt habe. Gerade bei einer Geschichte, die emotional sein und gleichzeitig Spannung erzeugen will, ist das für mich ein großes Problem.
Besonders unpassend fand ich außerdem Amys Handlung rund um den Künstler, der seine Kursteilnehmerinnen sexuell belästigt. Diese Nebenstory hat für mich überhaupt nicht in das Buch gepasst. Sie wirkte wie ein völlig anderer Erzählstrang, der weder sauber eingebunden noch wirklich sinnvoll ausgearbeitet wurde. Statt der Geschichte mehr Tiefe zu geben, hat sie sie eher unnötig überladen. Vor allem bei einem ohnehin schon nicht besonders starken Spannungsaufbau war diese Sidestory für mich eher störend als bereichernd.
Was mich aber am meisten gestört hat, ist die Art, wie das Buch mit Little Women umgeht. Für mich wird es der Vorlage in keiner Weise gerecht. Little Women ist so eine besondere Geschichte, weil vier junge Frauen im Mittelpunkt stehen, die langsam erwachsen werden, ihren Platz im Leben suchen und mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen kämpfen. Es geht um Familie, Entwicklung, Verluste, Wünsche und darum, wer man sein will. Genau diese Stärke, diese Menschlichkeit und diese emotionale Tiefe haben für mich in Beth Is Dead komplett gefehlt. Stattdessen bleibt am Ende vor allem der Eindruck zurück, dass eine großartige Geschichte genommen und in ein Setting gepackt wurde, das ihr überhaupt nicht steht.
Insgesamt war Beth Is Dead für mich deshalb eine große Enttäuschung. Die Idee klang vielversprechend, aber die Umsetzung konnte mich weder als Thriller noch als Retelling überzeugen. Die Handlung war vorhersehbar, die Figuren blieben blass, einige Dialoge wirkten unnötig und die Nebenhandlung rund um Amy hat für mich überhaupt nicht funktioniert. Am Ende hatte ich eher das Gefühl, dass dieses Buch Little Women nicht neu interpretiert, sondern eher verfälscht.
Leider kann ich das Buch deshalb überhaupt nicht empfehlen.
Von mir gibt es nur 1 von 5 Sternen.