Gute Idee, aber nicht ganz überzeugend

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sternenstaub_12.5 Avatar

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Ein Young-Adult-Krimi, der wirklich auf diese Altersgruppe zugeschnitten ist und sich auch perfekt für Leser:innen eignet, die neu in das Thriller-Genre einsteigen möchten. Nicht zu blutig, mit solider Spannung und erst zum Ende hin wird klar, wer der Täter ist.

Das Cover ist sehr ansprechend in Rosa- und Rottönen gestaltet. Die Idee mit dem Lesezeichen im Einband ist grundsätzlich cool, vorausgesetzt, man hat kein Problem damit, das Buch dafür ein wenig „zu zerstören“ (Stichwort: innerer Monk).

Der Einstieg war vielversprechend und spannend, doch danach flaute die Spannung deutlich ab. Ich habe das Buch teilweise mehrere Tage nicht in die Hand genommen. Und wenn doch, dann nur für wenige Seiten. Ehrlich gesagt war ich kurz davor, es abzubrechen, geblieben bin ich letztlich nur, weil ich unbedingt wissen wollte, wer der Mörder ist.

Ab etwa Seite 250 nahm die Spannung wieder zu, sodass ich deutlich besser weiterlesen konnte und das Buch schließlich auch beendet habe. Gegen Ende wurde dann klar, wer der Täter ist, dennoch gab es einen für mich unerwarteten Plottwist, auch wenn erfahrene Thrillerleser damit vielleicht rechnen könnten.

Leider konnte ich keine der Figuren wirklich ins Herz schließen. Ich habe gelesen, dass die Charaktere an „Little Women“ angelehnt sein sollen, kann das jedoch nicht beurteilen, da ich das Buch nicht kenne.

Der Aufbau der Geschichte war interessant: Es wird zwischen den Schwestern sowie zwischen verschiedenen Zeitabschnitten gewechselt. Grundsätzlich hat mir das gefallen, vor allem weil sich die „Vorher“-Kapitel auf die darauffolgenden „Heute“-Kapitel beziehen.

Insgesamt hat mich das Buch jedoch nicht vollständig überzeugt, weshalb es von mir eine eher niedrigere Bewertung erhält. Ich würde es vor allem jüngeren Leser:innen oder Thriller-Einsteiger:innen empfehlen.