Nach hinten raus ein richtig guter Thriller

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tänja_radi Avatar

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Dieser Jugendthriller steigt direkt mit dem titelgebenden Tod von Beth ein. Ich hatte zunächst meine Schwierigkeiten. Zum einen, weil der Schock und die Trauer der Familie im Buch nicht wirklich einen Raum bekommt. Ich habe mich wirklich gefragt, ob die Schwestern überhaupt eine enge Beziehung zueinander hatten.
Die zweite Herausforderung ist, dass die Erzählung immer wieder zwischen „heute” und „vorher” springt, ohne dass eindeutig wird, wann das „Vorher” stattfindet. Zudem sind die „heute”-Passagen über mehrere Tage in unregelmäßigen Abständen verteilt.

Außerdem fand ich die Darstellung der Polizei schwierig. Die verhalten sich für mein Empfinden gar nicht professionell und wären im echten Leben wirklich schlechte Ermittler.

Richtig gut gefallen hat mir hingegen die Entwicklung der Geschichte in der zweiten Hälfte. Der klassische Thrilleranteil ist absolut gelungen. Spannung erzeugen ist eindeutig die Stärke der Autorin. Die Motive der Charaktere erschienen mir sehr realistisch und es wurden Themen aufgegriffen, mit denen sich junge Frauen wirklich auseinandersetzen müssen. Deswegen würde ich das Buch auch weiterempfehlen.