Neuinterpretation eines Klassikers als Thriller

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missgowest Avatar

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„Beth is Dead“ von Katie Bernet setzt die klassischen Charaktere der Schwestern Jo, Amy, Meg und Beth March aus „Little Women“ von Louisa May Alcott modern in Szene. Wie der Titel verrät, stirbt Beth zu Anfang des Buches. Stück für Stück wird ihr Schicksal aus den Perspektiven der vier Schwestern und auf zwei Zeitebenen – heute und vorher – enthüllt.

Mir gefallen die Perspektiven- und Zeitwechsel sehr gut, da sich je nach den unterschiedlichen Charakteren immer wieder ein leicht anderes Bild ergibt. Die Eigenschaften und Verhaltensweisen der Schwestern ähneln dabei sehr den Originalfiguren von Louisa May Alcott. Katie Bernet hat sie damit vom 19. ins 21. Jahrhundert geholt, was eine originelle Geschichtenidee ist. Das Ganze dann in einen Thriller zu packen war ein kleiner Geniestreich – ich wurde sehr gut unterhalten und habe gerne mitgerätselt.

Warum gebe ich dann nicht die volle Punktzahl? Das liegt daran, dass man auf den Täter tippen kann, wenn man den Originalroman und dessen Charaktere kennt. Natürlich hätte hier auch ein Twist kommen können, aber das war nicht der Fall. Dennoch kann ich das Buch jedem ans Herz legen, der gerne mitfiebert, wer der Täter ist und eine Neuinterpretation von beliebten Charakteren zu schätzen weiß. Außerdem ist das pinkfarbene Cover ein echter Hingucker. Von mir gibt es verdiente 4 von 5 Schwestern.