Spannender (Jugend)-Krimi

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hannahsr Avatar

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Ich bin durch die breite Social-Media-Werbung auf das Buch aufmerksam geworden und wollte schon nach der Leseprobe nicht aufhören zu lesen. Der Plot wirkt auf den ersten Blick nicht neu - Beth, die jüngste von vier Schwestern, wird am Neujahrsmorgen tot aufgefunden, und jede der Schwestern wie auch diverse Nebencharaktere scheinen ein Motiv zu haben. Die Geschichte wird aus der Sicht der Schwestern und auf mehreren Zeitebenen erzählt, was für mich gut zu verfolgen war und erheblich zur Spannung beigetragen hat, erst recht weil mit jedem weiteren aufgedeckten Detail aus der Vergangenheit die Sympathie/Antipathie mit den einzelnen Charakteren schwankt.
Besonders haben mir die leichten feministischen Züge der Story gefallen, da die Schwestern ein gespaltenes Verhältnis zu ihrem Vater haben, der als Autor ungefragt die Lebensgeschichten seiner Töchter in einem Roman vermarktet hat und auch anhand anderer Beispiele immer wieder Machtfragen thematisiert werden.

Für mich ist das Buch jedoch kein Thriller, sondern ein (Jugend)-Krimi, da die Erzählweise doch sehr klassisch ein Whodunit ist. Etwas irritierend fand ich, dass die zweitjüngste Schwester (Amy) eine 15jährige sein soll, was nicht ganz passend zu ihren Erfahrungen und Erlebnissen war.
Abgesehen von diesen Kleinigkeiten hat mir das Buch sehr gut gefallen, ich empfehle es auf jeden Fall weiter und man muss den Roman "Little Women", von dem es inspiriert wurde, aus meiner Sicht nicht gelesen haben, um alles zu verstehen.