spannender Jugendthriller

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sindybr. Avatar

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"Beth ist Dead" von Katie Bernet
Optisch hat mich "Beth ist Dead" auf jeden Fall sofort angesprochen. Für einen Thriller ist die Covergestaltung eher außergewöhnlich und dadurch ein echter Hingucker im Bücherregal.

Inhaltlich hatte ich anfangs etwas Schwierigkeiten, mich in der Geschichte zurechtzufinden. Nicht nur haben alle vier Schwestern ihre eigene Stimme, es wird auch zwischen verschiedenen Zeitebenen gewechselt. Ist man jedoch erst einmal in der Story angekommen, ist das eine schöne Abwechslung und man verliert auch nicht den Überblick. Jede Schwester ist einzigartig in ihrer Persönlichkeit und ihrer Art. Außerdem wird zu Beginn jedes Kapitels angegeben, in welcher Zeitebene wir uns gerade befinden.
Genau diese häufigen Wechsel und die kurzen Kapitel haben mich nur so durch die Seiten fliegen lassen. Die Autorin hat darüber hinaus einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil.

Allerdings war mir die Spannung insgesamt etwas zu gering. Es handelt sich hierbei um einen Jugendthriller und vielleicht liegt es auch einfach an mir, dass ich etwas zu viel erwartet habe. Was die Autorin jedoch wunderbar umgesetzt hat, war der Rätselaspekt. Im Laufe der Geschichte werden uns immer mehr Verdächtige präsentiert und ich als Leserin habe jedes Mal mitgerätselt, nur um anschließend wieder aufs Glatteis geführt zu werden.
Mit knackigen 448 Seiten und einer eher mäßigen Grundspannung konnte ich das Buch dennoch nicht aus der Hand legen. Ich wurde förmlich in einen Sog gezogen und wollte einfach wissen, wer Beth denn nun getötet hat.
Das Ende wurde dann richtig spannend,hier hat die Autorin noch einmal ordentlich Gas gegeben und konnte mich mit der Auflösung tatsächlich überraschen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass "Beth ist Dead" ein gelungener Einstieg ins Thriller-Genre ist, besonders für Leserinnen und Leser, die keine brutalen Gräueltaten oder blutigen Szenen brauchen, dafür aber jede Menge Rätselspaß mögen.