Spannendes Konzept, schwaches Finale
Little Women als Mordmysterium – allein diese Idee hat mich sofort neugierig gemacht. Und tatsächlich gelingt Katie Bernet der Einstieg richtig gut: Der erste Akt zieht einen förmlich in die Geschichte hinein. Die Atmosphäre ist düster, die Schwestern sind in moderne, vielschichtige Charaktere verwandelt, und die Frage „Wer hat Beth getötet?" treibt die Seiten förmlich von selbst um.
Was besonders gut funktioniert, ist das Erzählprinzip: Jede Schwester erzählt aus ihrer eigenen Perspektive – inklusive Beth selbst, obwohl sie tot ist. Das sorgt für Tiefe und hält die Spannung am Köcheln, weil man nie ganz sicher ist, wem man vertrauen kann.
Leider hält das Buch dieses Niveau nicht bis zum Ende. Je näher die Auflösung rückt, desto mehr verliert die Geschichte an Fahrt. Das Finale, das nach so einem aufgeladenen Aufbau eigentlich ein Knaller hätte sein müssen, wirkt letztlich etwas enttäuschend – als wäre der Autorin die Puste ausgegangen, nachdem sie so viele Fäden gesponnen hatte.
Was besonders gut funktioniert, ist das Erzählprinzip: Jede Schwester erzählt aus ihrer eigenen Perspektive – inklusive Beth selbst, obwohl sie tot ist. Das sorgt für Tiefe und hält die Spannung am Köcheln, weil man nie ganz sicher ist, wem man vertrauen kann.
Leider hält das Buch dieses Niveau nicht bis zum Ende. Je näher die Auflösung rückt, desto mehr verliert die Geschichte an Fahrt. Das Finale, das nach so einem aufgeladenen Aufbau eigentlich ein Knaller hätte sein müssen, wirkt letztlich etwas enttäuschend – als wäre der Autorin die Puste ausgegangen, nachdem sie so viele Fäden gesponnen hatte.