Sex, Drugs und Mord im Seniorenheim

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anneteekanne Avatar

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"Ihre Gedanken waren noch flink, ihre Leiber nicht mehr."

Als sie ins Seniorenheim Sheldon Oaks einzieht, ist Carol selig: endlich ihre eigenen vier Wände. Endlich Freiheit. Denn die letzten 35 Jahre hat sie im Gefängnis verbracht. Wegen siebenfachen Mordes. Carol ist Serienmörderin. Na ja, war Serienmörderin. Jetzt ist sie im Ruhestand. Und froh, in Sheldon Oaks etwas für sie gänzlich Neues zu finden: Freundschaft. Bis genau vor Carols schönem neuem Balkon jemand ermordet wird. Dummerweise wimmelt es in ihrem neuen Freundeskreis nur so von ehemaligen Ermittlern, die sich flugs an die Arbeit machen. Denn wer wird als Erstes verdächtigt? Carol natürlich. Wenn sie ihre neu gefundene Freiheit und ihre Freunde behalten will, muss sie ihre Unschuld beweisen. Und zwar schnell.

Fergus Craig hat eine hinreißende Kulisse für seine Detektiv-/Mord-Serie entwickelt. Die raubeinige Carol, die vom Leben nichts geschenkt bekommen hat und versucht hat, sich und ihren Prinzipien treu zu bleiben, trifft auf einen Freundeskreis der anderen Art. Die Verdächtigungen, genauso wie die Motive, wechseln fröhlich zwischen den Protagonisten hin und her. Auf eine Leiche folgt die nächste und die Polizei steht auf dem Schlauch.

Gelesen wird der Krimi von Manon Straché, die mit ihrer rauchigen Stimme für mich die perfekte Carol ist. Ein bisschen verlebt, aber guter Dinge.

Fazit: Eine Innenministerin, ein Kriminalkommissar, eine Pathologin, eine Krimiautorin und eine Serienmörderin im Seniorenheim – Bühne frei für Carol und ihre Ermittlungstruppe der besonderen Art!
Ein gelungener Krimispaß.