Bewegend, eindringlich und voller Gefühl

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danshi Avatar

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Schon nach wenigen Seiten war spürbar, dass „Bis ans Meer“ keine leichte Geschichte erzählt. Das wunderschöne Cover wirkt fast sanft, doch dahinter verbirgt sich ein Roman voller Schmerz, Verlust und großer Gefühle. Peggy Patzschke nimmt ihre Leser mit in eine Zeit, deren Wunden bis heute nachwirken.
Die Geschichte von Frieda hat mich tief bewegt. Ihre Flucht aus Schlesien, die eisige Kälte und die ständige Angst wurden unglaublich greifbar beschrieben. Besonders beeindruckend war dabei Friedas Stärke. Trotz aller Schicksalsschläge verliert sie nie völlig den Glauben an die Liebe und an ein Wiedersehen mit Karl. Gleichzeitig zeigt der Roman sehr eindrucksvoll, welchen Preis Menschen für Krieg und Vertreibung bezahlen mussten.
Die Handlung in der Gegenwart ergänzt die Geschichte wunderbar. Die Enkelin versucht zu verstehen, warum Nähe ihr so schwerfällt und stößt dabei auf verdrängte Familiengeschichten. Gerade diese Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist der Autorin hervorragend gelungen.
Der Schreibstil ist emotional, bildhaft und sehr atmosphärisch. Viele Szenen gingen direkt ins Herz und wirkten noch lange nach. Besonders schön fand ich, dass die Geschichte trotz aller Traurigkeit immer wieder kleine Momente von Hoffnung bereithält.
Mich hat dieses Buch vollkommen mitgenommen. Es ist ein intensiver Familienroman, der zeigt, wie wichtig Erinnerungen sind und wie sehr Liebe selbst schwerste Zeiten überdauern kann.