Bewegender Roman über Krieg und dessen Auswirkungen auf Generationen
Erschütternd und berührend zugleich ist der Debütroman „Bis ans Meer“ aus der Feder von Peggy Patzschke.
Der Roman basiert auf wahren Begebenheiten.
Frieda lebt mit ihrem Ehemann Karl in Brieg, Schlesien. Als die Front der Alliierten im Jahre 1944/45 immer näher rückt, werden Karl und der gemeinsame Sohn Horst an die Front berufen und Frieda muss schnellstens mit ihrer kleinen Tochter Erika aus der Gefahrenzone fliehen. Nur knapp erwischen sie einen der letzten Züge auf dem Weg in „sichere“ Gebiete. Frieda und Karl haben sich vor der Trennung versprochen, sich wieder zu treffen und aufeinander zu warten. Doch dieses Versprechen wird Frieda alles abverlangen.
Der Roman wird in mehreren Zeitschienen erzählt. Ausgehend von der Protagonistin der Gegenwart, die sich nicht auf Beziehungen einlassen kann, stellt sich die Frage, wo die Ursachen dafür liegen. Sie geht auf Suche in die Vergangenheit und stößt dabei immer tiefer hinein in die Geschichte von Flucht, Angst, Hunger und Leid, die Frieda mit ihrer Tochter überstehen musste.
Die Vergangenheit erlebt man in verschiedenen Zeiten – das Kennenlernen und fröhliche Zusammensein zwischen Frieda und ihrem Karl bis hin zum Ausbruch des Krieges und der Flucht.
Der Autorin gelingt hier eine tief berührende und aufrüttelnde Reise in die Vergangenheit. Die eisige Kälte, das Leid der Menschen und vor allem den täglichen Kampf von Frieda um ihr eigenes und das Überleben ihrer Tochter konnte man am eigenen Leib spüren.
Frieda steht dabei für so viele Frauen, die damals unter katastrophalen Umständen ums Überleben gekämpft haben und dabei die Hoffnung nicht aufgaben.
Gleichzeitig kann man verfolgen, wie sie an dieser Last Stück für Stück zerbricht.
Der Roman zeigt auf, wie viel Kraft einem Menschen der Glaube an die Liebe und die eigenen Träume verleihen kann, doch genauso wie eine Seele im Krieg und dessen Nachwirkungen leiden muss.
Beim Lesen habe ich mich Frieda sehr nah gefühlt und hatte – je weiter der Roman voranschritt – einen dicken Kloß im Hals. Mir tat es in der Seele weh, all die schlimmen Ereignisse mitzuverfolgen, die sie überstehen musste.
Der Bogen zum Schluss mit Blick auf die Protagonistin in der Gegenwart ist dabei sehr gut gelungen und zeigt deutlich, dass man tief sitzende Traumata in der Familie irgendwann verarbeiten muss, um das eigene Glück zu finden.
Lobenswert möchte ich auch das Nachwort der Autorin erwähnen, welches die Geschichte und die Hintergründe noch einmal gut einordnet.
Von mir gibt es für dieses tolle und wichtige Debüt 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung an jeden, dieses zu lesen. Auch in der heutigen Zeit hat die Thematik leider immer noch nicht an Bedeutung verloren.
Der Roman basiert auf wahren Begebenheiten.
Frieda lebt mit ihrem Ehemann Karl in Brieg, Schlesien. Als die Front der Alliierten im Jahre 1944/45 immer näher rückt, werden Karl und der gemeinsame Sohn Horst an die Front berufen und Frieda muss schnellstens mit ihrer kleinen Tochter Erika aus der Gefahrenzone fliehen. Nur knapp erwischen sie einen der letzten Züge auf dem Weg in „sichere“ Gebiete. Frieda und Karl haben sich vor der Trennung versprochen, sich wieder zu treffen und aufeinander zu warten. Doch dieses Versprechen wird Frieda alles abverlangen.
Der Roman wird in mehreren Zeitschienen erzählt. Ausgehend von der Protagonistin der Gegenwart, die sich nicht auf Beziehungen einlassen kann, stellt sich die Frage, wo die Ursachen dafür liegen. Sie geht auf Suche in die Vergangenheit und stößt dabei immer tiefer hinein in die Geschichte von Flucht, Angst, Hunger und Leid, die Frieda mit ihrer Tochter überstehen musste.
Die Vergangenheit erlebt man in verschiedenen Zeiten – das Kennenlernen und fröhliche Zusammensein zwischen Frieda und ihrem Karl bis hin zum Ausbruch des Krieges und der Flucht.
Der Autorin gelingt hier eine tief berührende und aufrüttelnde Reise in die Vergangenheit. Die eisige Kälte, das Leid der Menschen und vor allem den täglichen Kampf von Frieda um ihr eigenes und das Überleben ihrer Tochter konnte man am eigenen Leib spüren.
Frieda steht dabei für so viele Frauen, die damals unter katastrophalen Umständen ums Überleben gekämpft haben und dabei die Hoffnung nicht aufgaben.
Gleichzeitig kann man verfolgen, wie sie an dieser Last Stück für Stück zerbricht.
Der Roman zeigt auf, wie viel Kraft einem Menschen der Glaube an die Liebe und die eigenen Träume verleihen kann, doch genauso wie eine Seele im Krieg und dessen Nachwirkungen leiden muss.
Beim Lesen habe ich mich Frieda sehr nah gefühlt und hatte – je weiter der Roman voranschritt – einen dicken Kloß im Hals. Mir tat es in der Seele weh, all die schlimmen Ereignisse mitzuverfolgen, die sie überstehen musste.
Der Bogen zum Schluss mit Blick auf die Protagonistin in der Gegenwart ist dabei sehr gut gelungen und zeigt deutlich, dass man tief sitzende Traumata in der Familie irgendwann verarbeiten muss, um das eigene Glück zu finden.
Lobenswert möchte ich auch das Nachwort der Autorin erwähnen, welches die Geschichte und die Hintergründe noch einmal gut einordnet.
Von mir gibt es für dieses tolle und wichtige Debüt 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung an jeden, dieses zu lesen. Auch in der heutigen Zeit hat die Thematik leider immer noch nicht an Bedeutung verloren.