Zärtlich schmerzend – aber nicht für mich
Die Sprache von Bittersüß ist feinfühlig, bildreich, oft poetisch – und an vielen Stellen sehr gut beobachtet. Die Autorin trifft einen melancholischen, leicht ironischen Ton, der durchaus wirkt. Die Ich-Perspektive ist nah, manchmal schmerzlich nah. Aber genau das ist auch mein Problem damit: Es ist alles sehr introspektiv, sehr viel Innenschau, sehr viel Vergangenheitsbewältigung im „Upper Middle Class London“-Milieu. Das kann berühren – aber es berührt mich nicht.
Die Figuren sind teils klischeehaft (reiche Freunde, ein gefeierter Schriftsteller, eine toughe Verlegerin), und der Plot beginnt recht langsam. Der Kontrast zwischen Herkunft und neuem Umfeld ist gut gemacht, aber ich spüre zu wenig erzählerische Spannung, zu wenig echte Bewegung.
Unterm Strich: Ich erkenne das Können, aber mir fehlt der Sog. Sprache: solide bis stark. Geschichte: eher nicht meins.
Die Figuren sind teils klischeehaft (reiche Freunde, ein gefeierter Schriftsteller, eine toughe Verlegerin), und der Plot beginnt recht langsam. Der Kontrast zwischen Herkunft und neuem Umfeld ist gut gemacht, aber ich spüre zu wenig erzählerische Spannung, zu wenig echte Bewegung.
Unterm Strich: Ich erkenne das Können, aber mir fehlt der Sog. Sprache: solide bis stark. Geschichte: eher nicht meins.