… jede einzelne Zeile voll genossen

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rentier Avatar

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Charlie ist ein preblematisches Kind mit Phasen von Depressionen und starken Migräneanfällen. Ihre Mutter ist ihr die größte Stütze, umso mehr trifft sie der plötzliche Tod der geliebten Mutter als sie sechzehn Jahre ist. Ihre Kinderfreundschaften währen nie lange, auch als Teenager hat sie Kontakltschwierigkeiten, kein Selbstwertgefühl und weiß sich nicht recht zu verhalten. Das Reich der Bücher wird ihre Welt. Sie verehrt denselben Autor, der auch Mutters Lieblingsautor war, und befasst sich mit ihm in ihren Abschlussarbeiten an der Schule und Hochschule. Sie schafft es in einem Verlag unter zu kommen und trifft doch tatsächlich auf ihren so stark verehrten Richard Aveling. Eine dramatische Liebesaffäre mit diesem verheirateten und um dreißig Jahre älteren Mann verwirrt sie, beglückt sie, bindet sie, laugt sie aus.
Ihre starken Minderwertigkeitsgefühle, von denen sie niemals loskommt, bringen sie dazu, gefallen zu wollen, anderen das Leben zu versüßen, ohne aber auf sich selbst zu schauen.
In diesem Punkt ist dieses Buch eine wertvolle Lektüre für alle Frauen, die ihr Licht unter den eigenen Scheffel stellen und sich auch gerne gängeln lassen.
Charlie hat zwei wirklich gute Freunde, die immer zu Ihr stehen und eine Chefin, die ihr Können schätzt. Diesen Stützen verdankt sie ihr Überrleben.
Der Roman ist flott und mit Hochspannung geschrieben, ist tiefgehend und beeindruckend, schön und in Nuancen witzig und dann dieses starke Ende. Einfach fantastisch.
Von den 425 Seiten habe ich jede einzelne Zeile voll genossen.