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Rezension: „Bittersüß“ von Hattie Williams – still, ehrlich und ziemlich bewegend

Schon das Cover von Bittersüß hat mich neugierig gemacht – zurückhaltend, aber emotional. Die Gestaltung trifft genau den Ton des Buches: ruhig, melancholisch, aber mit einem kleinen Hoffnungsschimmer.

Die Geschichte dreht sich um eine junge Frau, die nach einem schweren Schicksalsschlag versucht, wieder auf die Beine zu kommen. Es geht viel um innere Kämpfe, alte Wunden und die leise, aber starke Kraft, die in der Heilung steckt. Spoilern will ich nicht – man sollte diese Entwicklung wirklich selbst miterleben.

Hattie Williams schreibt unaufgeregt, aber mit ganz viel Gefühl. Ihr Stil ist klar und gleichzeitig poetisch – kein großes Drama, sondern echte, ehrliche Emotionen. Die Autorin nimmt sich Zeit für ihre Figuren, lässt sie atmen und wachsen. Nichts wirkt übertrieben oder künstlich.

Die Hauptfigur ist sehr nahbar, mit all ihren Zweifeln, Ängsten und Momenten der Stärke. Auch die Nebenfiguren sind liebevoll gezeichnet – keine Klischees, sondern echte Menschen mit Ecken und Kanten.

Was mir besonders gefallen hat: Bittersüß zeigt, dass das Leben nie nur hell oder dunkel ist. Freude und Schmerz, Hoffnung und Angst – alles gehört irgendwie zusammen. Und genau das macht das Buch so real und berührend.

Hattie Williams ist für mich eine Entdeckung. Wenn das eines ihrer ersten Bücher ist, darf man gespannt sein, was noch kommt.

Fazit:
Bittersüß ist ein stilles, intensives Buch, das lange nachhallt. Wer gern tiefgründige Geschichten liest, in denen es mehr um Gefühle als um große Action geht, ist hier genau richtig. Ich empfehle es allen, die auf der Suche nach ehrlichen, berührenden Romanen sind – ohne Kitsch, dafür mit ganz viel Herz.