Klufti isch bäck! Das Allgäuer Urviech in absoluter Bestform!
⭐⭐⭐⭐⭐ (5 von 5 Sternen) – Absolutes Meisterwerk! Klufti isch bäck und brilliert im digitalen Zeitalter!
„Himmelherrgottzefix, jetzt lasst's mir endlich meine Ruhe!“ – Wer diesen Satz auf der Buchrückseite liest, weiß sofort: Der Klufti isch bäck, und zwar genau so, wie wir unser Allgäuer Urviech kennen und über alles lieben! Mit Blendwerk (Band 14 der Kult-Reihe) haben Volker Klüpfel und Michael Kobr ein absolutes Lese-Highlight geschaffen, das die bisherigen Spitzenbewertungen mehr als verdient hat.
Schon beim Auspacken macht das hochwertige Hardcover aus dem Ullstein Verlag richtig was her. Das liebevoll gestaltete Buchcover fängt die typische Allgäuer Atmosphäre perfekt ein und ist ein echter Blickfang im Bücherregal. Die 432 Seiten bieten Lesespaß pur, den man einfach in einem Rutsch verschlingen möchte.
Zum Inhalt:
Dieses Mal prallt Kluftingers gemütliche Welt auf die grelle Scheinwelt von Instagram, Hashtags und Hochglanz-Reels. Eine bekannte Influencerin stürzt in der malerischen Schlucht des Eistobels in den Tod. War es ein tragischer Unfall beim perfekten Selfie oder eiskalter Mord? Während sich Klufti im Gemeinderat auch noch mit seinem Erzfeind Dr. Langhammer herumschlagen muss, taucht er tief ein in ein bizarres „Blendwerk“ aus Fake-Accounts und digitalem Neid.
Das absolute Highlight:
Man merkt auf jeder Seite, wie liebevoll die schrullige Art unseres Kommissars wieder dargestellt wird. Wer glaubt, dass die erfahrene Generation der Lebenserfahrenen und gestandenen Ermittler bei modernen Internet-Trends den Durchblick verliert, wird hier eines Besseren belehrt! Klufti zeigt sich als messerscharfer Logiker, cleverer Denker und altgedienter Profi, der den Fall mit Bravour aufrollt.
Ein ganz neues Level erreicht in diesem Band die familiäre Dynamik. Die Szenen mit seiner Frau Erika und seinem Sohn Markus (inklusive dem herrlich amüsanten Besuch aus Japan) sind warmherzig, urkomisch und absolut genial geschrieben. Auch das Zusammenspiel mit seinem treuen Team und seiner Sekretärin sorgt für diese wunderbare Wohlfühlatmosphäre, die man so sehr vermisst hat.
Fazit:
Ein Kriminalfall, der nah am Puls der Zeit erzählt ist, kombiniert mit dem bewährten, unschlagbaren Allgäuer Lokalkolorit. Für mich der beste Band seit langem. Wer packende Regionalkrimis mit Herz, Verstand und bissigem Witz liebt, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Eine glasklare Kaufempfehlung – bitte weiter so!