Macht einfach Spaß - auch im 14 Band

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
bayernbba Avatar

Von

Als langjähriger Kluftinger-Fanhab ich mich auf den neuen Band gefreut - ich finde dich Charaktere witzig ohne zu sehr wie ein Klischee zu wirken. Auch bei Blendwerk ist es vor allem dieses Wiedersehen mit diesen Charakterren, das für mich einen großen Teil des Spaßes ausmacht.

Diesmal bekommt es Kluftinger mit einer Welt zu tun, die so gar nicht zu ihm passt. Eine Influencerin stürzt im Eistobel in den Tod und plötzlich muss er sich mit Instagram, Fake-Accounts, gekauften Followern und allerlei digitalen Selbstdarstellungen beschäftigen. Allein die Vorstellung, wie Klufti versucht, sich in diesem ganzen Social-Media-Zirkus zurechtzufinden, hat mich schon beim Lesen der Kurzbeschreibung schmunzeln lassen und ja es wir im Buch so witzig und absurd (im besten Sinne), wie es nur bei Klufti sein kann. Klüpfel und Kobr haben einfach ein Händchen dafür, ihren Kommissar in Situationen zu bringen, in denen er sich herrlich überfordert fühlt.

Dabei bleibt es natürlich nicht beim Humor. Hinter der schönen Instagram-Fassade geht es um Neid, Missgunst und die Frage, wie weit manche Menschen für Aufmerksamkeit gehen. Auch die Ermittlungen bieten genügend Anlass zum Miträtseln, denn lange ist nicht klar, ob tatsächlich ein Verbrechen vorliegt.

Was für mich bei einem Kluftinger unbedingt dazugehört, sind die privaten Geschichten und seine kleinen Scharmützel mit Langhammer. Manchmal nehmen diese Nebenschauplätze ziemlich viel Raum ein, aber genau das macht die Reihe für mich aus. Kluftinger wäre ohne seine Eigenheiten, seine Familie und die alltäglichen Reibereien einfach nicht derselbe.

Blendwerk hat mir wieder viel Spaß gemacht. Ich mag diesen eigenwilligen Kommissar, seinen trockenen Humor und die Allgäuer Schauplätze einfach zu gerne.